The Sake Wire

Bishu Ranman bringt Herbst-Nigori und Hiyaoroshi auf den Markt

Akita Meijo bringt zwei saisonale Herbst-Sakes heraus: einen dickflüssig-süßen Nigori und einen Junmai Ginjo Hiyaoroshi, der den Sommer über gereift ist.

Sake wird in ein Glas gegossen
Sake wird in ein Glas gegossen — Foto: Martin Cathrae (flickr, CC BY-SA)

Die Präfektur Akita liegt im Nordosten Japans an der Küste zum Japanischen Meer und ist als Sake-Region für ihre strengen Winter und ihren Reis bekannt. Akita Meijo mit Sitz in Yuzawa im Südosten der Präfektur (Markenname „Bishu Ranman“) gab am 14. September 2026 bekannt, zwei saisonale Produkte auf den Markt zu bringen: „Mukashi Nagara no Nigori Zake“ und „Junmai Ginjo Hiyaoroshi“. Beides sind Sake-Stile, die in Japan den Beginn des Herbstes ankündigen.

Ein Nigori, der den Geschmack von früher nachbildet

Nigori ist ein trüber, weißer Sake. Er entsteht, indem man die Moromi (die Maische, in der Reis und Koji gären) durch ein grobes Tuch oder Ähnliches seiht und dabei bewusst feine Reiskörnchen im Sake belässt. Laut der Brauerei wird dieser „Mukashi Nagara no Nigori Zake“ aus Reis aus der Präfektur Akita hergestellt und bildet den Geschmack traditioneller Moromi nach. Als Merkmale nennt die Brauerei eine dickflüssige Süße und ein weiches Mundgefühl.

Hiyaoroshi: Durch den Sommer zur Milde gereift

Hiyaoroshi ist ein traditioneller japanischer Saisonsake: Er wird im Winter gebraut, ruht den Sommer über in der Brauerei und wird im Herbst, wenn es kühler wird, ausgeliefert. In der Regel wird er nur einmal vor der Lagerung pasteurisiert und vor der Auslieferung nicht ein zweites Mal erhitzt. So wird der durch die Reifung beruhigte Geschmack unverändert abgefüllt. Der „Junmai Ginjo Hiyaoroshi“ von Akita Meijo wurde im Winter in Akita angesetzt und den ganzen Sommer über bei niedriger Temperatur gereift. Junmai Ginjo ist eine der Sake-Klassen: Er wird ausschließlich aus Reis, Reis-Koji und Wasser hergestellt, wobei der Reis von außen auf höchstens 60 % seines ursprünglichen Gewichts abgeschliffen und langsam bei niedriger Temperatur vergoren wird. Als Merkmale dieses Sake nennt die Brauerei ein voluminöses Aroma und einen milden Geschmack.

Herbst-Sake in Europa genießen

Impression von Nigori, der zum Genießen in eine Schale gegossen wird
Impression von Nigori, der zum Genießen in eine Schale gegossen wird — Foto: Szymon Shields (Pexels)

Diese beiden Produkte sind saisonale Artikel für den japanischen Inlandsmarkt; ein Verkauf in Europa wurde nicht angekündigt. Dennoch sind Nigori und Hiyaoroshi Stile, die man im Herbst bei Sake-Fachhändlern und Importeuren in Europa leicht findet. Steht „Hiyaoroshi“ oder „Aki-agari“ auf dem Etikett, handelt es sich um einen gereiften, im Herbst ausgelieferten Sake; „Nigori“ bedeutet trüber Sake. Beim Nigori setzen sich die Reiskörnchen am Flaschenboden ab. Drehen Sie die verschlossene Flasche daher langsam um, um alles zu vermischen, und schenken Sie ihn gekühlt ein – so schmecken Sie Dickflüssigkeit und Süße gleichmäßig. Hiyaoroshi entfaltet sein mildes Aroma am besten, wenn Sie ihn aus dem Kühlschrank nehmen und kurz stehen lassen oder leicht erwärmen. Probieren Sie beide zu herbstlichen Zutaten wie Pilzgerichten, Wild und gereiftem Käse.

Quellen

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.

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