GI Harima reist ins Weinland Frankreich – mit dem König des Sakereises im Gepäck
Die Sake-Marke GI Harima unternahm 2021 im von Corona geprägten Frankreich ihren ersten Schritt in die Auslandswerbung.
Der Sake aus der Region Harima im Südwesten der Präfektur Hyogo baut unter der Regionalmarke GI Harima Schritt für Schritt einen Fuß in den europäischen Markt auf. Die Lokalzeitung Kobe Shimbun NEXT veröffentlicht eine Serie über diese Expansion nach Europa. Der zweite Teil widmet sich dem Ausgangspunkt: der Frankreichreise des Jahres 2021.
Eine Auslands-PR, die in einem fast leeren Flugzeug begann
Im Oktober 2021 hielt die Corona-Pandemie noch an, und das Flugzeug war fast leer. Yasuhiro Tanaka (73), Vorsitzender des Harima Sake Culture Tourism Council, in dem sich die vier Sakebrauerei-Verbände der Region Harima zusammengeschlossen haben, reiste für die erste Auslandswerbung von GI Harima allein nach Frankreich. Ein in der Zeitung erschienenes Foto zeigt Tanaka, wie er GI Harima bei einer Veranstaltung unter freiem Himmel in der Region Bordeaux vorstellt. Es war der Versuch, japanischen Regional-Sake in einem der bedeutendsten Weinanbaugebiete der Welt persönlich zu präsentieren.
Der „König des Sakereises“ trifft auf das Land der Gastronomie
Die GI (geografische Angabe) ist ein System, das eine an die Herkunft gebundene Qualität über den Namen schützt. Für Leserinnen und Leser in der EU, die Champagner oder Parmigiano Reggiano kennen, ist das ein vertrauter Gedanke. In Japan wird das System auch auf Sake (Seishu) angewendet, und „Harima“ ist eine dieser Bezeichnungen. Harima ist als eines der wichtigsten Anbaugebiete für Yamada Nishiki bekannt. Yamada Nishiki ist die führende Sorte unter den „Sakamai“ (Sakereis), also Reis, der gezüchtet wurde, um sich für das Sakebrauen zu eignen. Er wurde 1936 an einer landwirtschaftlichen Versuchsstation der Präfektur Hyogo entwickelt und wird seit jeher „König des Sakereises“ genannt. Der aus diesem Reis gebraute Sake gilt als besonders ausgewogen im Geschmack. Die Überschrift der Serie deutet an, dass die Geschichte einer Region, die den König des Sakereises anbaut, gut zum französischen Nationalcharakter passt, dem das gute Essen so wichtig ist.
So genießt man GI Harima in Europa
Wer in den Listen von Importeuren oder in japanischen Lebensmittelgeschäften nach Sake aus Harima sucht, achtet am besten auf die Angabe „GI Harima“ auf dem Etikett und auf „Yamada Nishiki“ als verwendeten Reis. Hilfreich ist außerdem ein Blick auf den „Seimai Buai“ (Reispoliergrad). Er gibt den Anteil des Reiskorns an, der nach dem Abschleifen der äußeren Schichten übrig bleibt. Je kleiner die Zahl, desto mehr der Außenschicht wurde abgetragen, und in der Regel ist das Aroma dann blumiger und der Geschmack feiner. Um die für Yamada Nishiki typische Ausgewogenheit zu genießen, empfiehlt sich ein leicht gekühlter Sake im Weißweinglas, dazu Fischgerichte oder gereifter Käse. Es lohnt sich, die weiteren Teile der Serie zu verfolgen und zu sehen, wie weit die im Weinland begonnene Herausforderung Harimas noch reichen wird.
Quellen
- 神戸新聞NEXT「<地酒を欧州へ「GIはりま」の挑戦>(2)酒米の王様 美食の国 仏の国民性と合致」
- SAKE Street「山田錦ってどんな酒米? - 「酒米の王様」と呼ばれる酒米の系譜、特徴、生産地、日本酒の味わいを解説」
Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.
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