The Sake Wire

Aussortiertes Curry wird zu Bier: Nichirei und eine Brauerei in Yamagata

Der Tiefkühlkonzern Nichirei Foods hat gemeinsam mit einer Craft-Brauerei in Yamagata ein Pale Ale mit Curry vorgestellt, das in der Fabrik übrig bleibt und nicht verwendet werden kann.

Illustration des Craft-Biers „#2101 Part2 Beef Curry“ mit aussortiertem Curry
Illustration des Craft-Biers „#2101 Part2 Beef Curry“ mit aussortiertem Curry — Bild: PR TIMES(ニチレイフーズ) (Pressemitteilung)

Curry vom Topfrand nicht wegwerfen, sondern zu Bier machen

Bild des Upcycling-Biers mit Curry, das Nichirei Foods vorgestellt hat
Bild des Upcycling-Biers mit Curry, das Nichirei Foods vorgestellt hat — Bild: PR TIMES(ニチレイフーズ) (Pressemitteilung)

Nichirei Foods Corporation, ein großer japanischer Tiefkühlkosthersteller, hat das Craft-Bier „#2101 Part2 Beef Curry Beyond upcycle! Never before!!“ vorgestellt, das mit „aussortiertem Curry“ aus dem Werk in Yamagata gebraut wird. Die Präfektur Yamagata liegt in der Region Tohoku im Norden von Honshu und ist für ihr Obst bekannt. In diesem Werk wird Rindfleisch-Curry für Restaurants hergestellt, doch Curry, das beim Köcheln an der Innenseite des Topfes haften bleibt, darf nicht für Produkte verwendet werden, auch wenn an seiner Qualität nichts auszusetzen ist. Das Unternehmen sieht darin eine Form von Lebensmittelverschwendung und suchte seit Längerem nach einer neuen Verwendung. Diesmal wird das Curry zu einer Paste verarbeitet und dem Bier nach Abschluss der Gärung zugesetzt. Es wird nach der Gärung hinzugefügt, damit das Aroma der Curry-Gewürze erhalten bleibt.

Ein Pale Ale mit Gewürzduft

Bernsteinfarbenes Pale Ale wird in ein Glas gegossen
Bernsteinfarbenes Pale Ale wird in ein Glas gegossen — Foto: Pavel Danilyuk (Pexels)

Der Stil ist Pale Ale, der Alkoholgehalt beträgt 5 % und das Volumen 330 ml. Die Zutaten sind Malz und Hopfen sowie Currysauce aus Tendo in der Präfektur Yamagata, Datteln und Gewürze. Da neben Malz und Hopfen weitere Zutaten verwendet werden, wird das Bier nach dem japanischen Alkoholsteuergesetz als „Happoshu“ (schäumendes alkoholisches Getränk) eingestuft. Als Lagerung ist Kühlung bei höchstens 10 Grad vorgeschrieben.

Gebraut wurde das Bier von Brewlab.108, einer Brauerei in Tendo, und ihrem Inhaber Katsuaki Kato. Die Zahl 108 steht im Buddhismus für die Zahl der irdischen Begierden; das Konzept lautet, als „Japan Origin“ 108 Geschmacksrichtungen mit Obst und Spezialitäten aus Yamagata zu brauen. Der Name „#2101 Part2“ bedeutet, dass es das zweite Bier nach „#2101 Men“ ist, einem Bier mit aussortierten Nudeln, das im Oktober 2025 erschien. Es ist das vierte Upcycling-Produkt von Nichirei Foods.

Wo Lebensmittelverschwendung und Craft-Bier sich treffen

Gärtanks einer kleinen Brauerei
Gärtanks einer kleinen Brauerei — Foto: cottonbro studio (Pexels)

Die Nichirei Group wurde 1945 gegründet und feierte im Dezember 2025 ihr 80-jähriges Bestehen. Dieses Bier wird als Projekt zu diesem Jubiläum verstanden. Ein großer Lebensmittelhersteller verwendet im Werk übrig gebliebene Zutaten für ein experimentelles Bier einer kleinen örtlichen Brauerei: Solche Kombinationen werden in Japan allmählich häufiger. Der Verkauf begann am 11. Oktober im Online-Shop von Brewlab.108; das Bier wird zudem bei Heimspielen von Montedio Yamagata ausgeschenkt, einem Fußballklub, dessen Partner das Unternehmen ist.

Die Menge ist gering und das Bier muss gekühlt werden, sodass es in Europa schwer zu bekommen sein dürfte. Dennoch lohnt es sich als Beispiel dafür, wie sich die Bandbreite der Bierzutaten erweitert. Wer es zu Hause genießt, kann ein Pale Ale mit mildem Aroma zu japanischem Curryreis (einem süßlichen, milden Curry auf Roux-Basis) probieren und prüfen, wie sich Gewürze und Hopfen überlagern. Wenn Sie in Fachgeschäften nach japanischem Craft-Bier suchen, achten Sie auch auf die Angabe „Happoshu“ auf dem Etikett. Sie zeigt an, dass neben Malz und Hopfen weitere Zutaten enthalten sind.

Quellen

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.

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