The Sake Wire

Kikumasamune bringt neue Serie 'Mare' mit eigener Hefe auf den Markt

Die traditionsreiche Nada-Brauerei Kikumasamune Shuzo brachte am 5. Oktober in Japan Junmai und Honjozo ihrer neuen Serie 'Mare' auf den Markt, hergestellt mit einer nach jahrelanger Forschung entwick

'Mare Junmai' und 'Mare Honjozo' von Kikumasamune Shuzo
'Mare Junmai' und 'Mare Honjozo' von Kikumasamune Shuzo — Bild: PR TIMES(菊正宗酒造) (Pressemitteilung)

Die Hefe beeinflusst Aroma und Geschmack von Sake entscheidend. In Japan verwenden viele Brauereien die von der Brewing Society of Japan vertriebenen ‘Kyokai-Hefen’, und es ist üblich, unter den nummerierten Stämmen auszuwählen. Vor diesem Hintergrund brachte Kikumasamune Shuzo mit Hauptsitz im Stadtbezirk Higashinada in Kobe am 5. Oktober 2026 auf dem japanischen Inlandsmarkt ‘Mare Junmai’ und ‘Mare Honjozo’ heraus, hergestellt mit einer selbst entwickelten Hefe. Der Bezirk Higashinada liegt in der Region Nada, die seit alters für die Sake-Produktion im großen Maßstab bekannt ist.

Der ‘seltene’ Geschmack der eigenen Hefe

Aufgereihte Sake-Flaschen in einer Brauerei
Aufgereihte Sake-Flaschen in einer Brauerei — Foto: Andy Lee (Pexels)

Der Produktname ‘Mare’ (稀) bedeutet ‘selten’ oder ‘außergewöhnlich’. Die beiden Flaschen verwenden jeweils eine andere, vom Unternehmen selbst entwickelte Hefe, und das Unternehmen erklärt, es handle sich um einen einzigartigen Geschmack, der nur mit dieser Hefe erreichbar sei. Einzelheiten zu den Hefestämmen und ihrer Entwicklung wurden nicht veröffentlicht, doch die Bedeutung dieser Markteinführung liegt darin, dass eine große Brauerei die Früchte ihrer Forschung als neue Serie landesweit auf den Markt bringt. Auf der Vorderseite des Etiketts prangt groß das einzelne Schriftzeichen ‘Mare’, umgeben von einem vom Unternehmen selbst geschaffenen viersilbigen Ausdruck zur Beschreibung des Geschmacks. Beim Junmai lautet er ‘Umaka Hojun’, beim Honjozo ‘Hanaama Saerei’. Ersterer steht für Umami, Fruchtigkeit und reiches Aroma, Letzterer für Eleganz, Süße, Spritzigkeit und Schönheit.

Zwei gegensätzliche Charaktere

Produktbild der neuen Serie 'Mare' von Kikumasamune Shuzo
Produktbild der neuen Serie 'Mare' von Kikumasamune Shuzo — Bild: PR TIMES(菊正宗酒造) (Pressemitteilung)

Junmai-Sake wird allein aus Reis, Reis-Koji und Wasser gebraut. ‘Mare Junmai’ soll ein fruchtiges Aroma und das Umami des Reises entfalten, gefolgt von einem vollen, lang anhaltenden Nachklang. Der Alkoholgehalt beträgt 14 %, der Sake-Meter-Wert (Nihonshu-do) -2,0; das Unternehmen bezeichnet ihn als ‘leicht trocken und leicht schlank’.

Honjozo gehört zu den höherwertigen Kategorien, die als Tokutei Meishoshu (Sake mit besonderer Bezeichnung) bezeichnet werden; dabei wird Reis und Reis-Koji eine kleine Menge Brauereialkohol (höchstens 10 % des Gewichts des polierten Reises) zugesetzt. ‘Mare Honjozo’ zeichnet sich durch einen prächtigen, saftigen Geschmack wie von Kyoho-Trauben und einen klaren, spritzigen Nachgeschmack aus. Ins Auge fällt der Sake-Meter-Wert von -30,0. Der Nihonshu-do ist ein Richtwert für Süße und Trockenheit; je größer der negative Wert, desto süßer tendiert der Sake zu sein. -30 ist ein recht extremer Wert, und das Etikett lautet entsprechend ‘süß und kräftig’. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt für beide 1.045 Yen (ohne Steuer) pro 720-ml-Flasche, was sie in die Preisklasse des Alltags-Sake einordnet.

So genießt man ihn in Europa

In ein Masu-Kästchen und einen kleinen Becher eingeschenkter Sake
In ein Masu-Kästchen und einen kleinen Becher eingeschenkter Sake — Foto: Liana S (Unsplash)

Bislang wurde nur der Verkauf in Japan angekündigt; Exportpläne sind nicht bekannt. Dennoch verdient es als neue Strömung im Sake Beachtung, dass eine große Brauerei ihre eigene Hefe so deutlich in den Vordergrund stellt. Wer die Gelegenheit hat, kann beide Flaschen nebeneinander verkosten. ‘Mare Junmai’ passt leicht gekühlt zu mild gewürzten Gerichten wie weißem Fisch oder Hühnchen. ‘Mare Honjozo’ lässt sich wie ein Dessertwein behandeln: Zu Blauschimmelkäse oder einer Obsttarte könnte seine traubenartige Süße gut zur Geltung kommen. Wer Sake auswählt, sollte sich angewöhnen, auf dem Rückenetikett den Sake-Meter-Wert und die Angabe zur verwendeten Hefe zu prüfen; so bemerkt man vielleicht, dass selbst Sake derselben Brauerei in unterschiedliche Geschmacksrichtungen geht.

Akita-Sake in der EU probieren – ab €6

180-ml-Probierflaschen und volle Flaschen Sake, Wein, Bier und Gin, Versand aus Amsterdam innerhalb der EU.

Zum Shop →