Gouverneur von Akita wirbt in Hongkong für Sake: Präfektur setzt auf Exportstrategie
Am 22. Juli 2026 besuchte Akitas Gouverneur Kenta Suzuki Supermärkte in Hongkong, stellte Sake und Reis persönlich vor und erklärte, die Exporte der Präfektur ausweiten zu wollen.

Der Gouverneur persönlich im Laden in Hongkong

Akita ist eine Präfektur im Norden Honshus an der Küste zum Japanischen Meer und bekannt für ihre strenge Winterkälte, viel Schnee und den Reisanbau. Am 22. Juli 2026 besuchte der Gouverneur der Präfektur, Kenta Suzuki, Hongkong und besichtigte dort Supermärkte und Reisebüros. Neben Spezialitäten wie Reis und Sake stellte er Berichten zufolge auch die Reize von Reisezielen vor. Gegenüber Kyodo News und anderen Medien sagte der Gouverneur, er wolle die Zahl ausländischer Japanreisender erhöhen und zugleich die Exporte von Produkten der Präfektur ausweiten.
Eine Region verkaufen, nicht eine Brauerei

Auffällig an diesem Besuch ist, dass Sake nicht als Produkt einer einzelnen Brauerei, sondern gemeinsam mit Reis als „Gesicht der Region“ beworben wurde. Sake wird aus Reis, Wasser und Koji (einem auf Reis gezüchteten Schimmelpilz, der Stärke in Zucker umwandelt) hergestellt. Deshalb wird der Charakter eines Sake häufig mit den Bedingungen vor Ort wie Reis, Wasser und Klima in Verbindung gebracht. Für eine kleine Brauerei ist es nicht leicht, aus eigener Kraft einen Regalplatz im Auslandshandel zu bekommen. Wenn der Chef einer Regionalverwaltung direkt im Laden wirbt, kann das regionalen Brauereien helfen, Absatzwege im Ausland zu erschließen. Diesmal war das Ziel Hongkong, doch lässt es sich auch als Ausdruck eines Ansatzes lesen, den Sake-Export nicht brauereiweise, sondern von der gesamten Anbauregion aus zu stützen.
Sake in Europa genießen
Wer in Europa Sake auswählt, kann ähnlich wie bei Weinregionen auf den Namen der Präfektur auf dem Etikett achten. Probiert man mehrere Flaschen aus bekannten Reisanbaugebieten wie Akita nebeneinander, werden die Unterschiede zwischen den Regionen sichtbar. „Junmai“ auf dem Etikett steht für einen Sake, der nur aus Reis, Koji und Wasser gebraut wurde, „Ginjo“ und „Daiginjo“ für Sake aus stark poliertem Reis. „Seimaibuai“ (Polierrate) gibt den Anteil des Reises an, der nach dem Polieren übrig bleibt; je kleiner die Zahl, desto blumiger und leichter wird der Geschmack tendenziell. Sake im Ginjo-Stil genießt man leicht gekühlt im Weinglas wegen seines Dufts, Junmai-Sake bei Zimmertemperatur oder lauwarm, auch passend zu Schmorgerichten und Käse. Wer sich für eine bestimmte Region interessiert, kann im Sake-Fachhandel oder bei Importeuren nachfragen, ob Sake aus dieser Präfektur geführt wird.
Referenzen und Quellen
Akita Sakigake Shimpo (Kyodo News), „Gouverneur Suzuki wirbt in Hongkong für Akita und stellt Produkte und Touristenziele vor“ https://www.sakigake.jp/news/article/20260722CO0135/
Quellen
Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.
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