The Sake Wire

Yamagatas Präfekturmarke „Yamagata Sanga“ geht erstmals in großem Stil nach Taiwan

Der aktuelle Jahrgang von Yamagata Sanga, dem Junmai Daiginjo, den der Sake-Brauerverband Yamagata als einheitliche Präfekturmarke braut, kam am 15. Mai auf den Markt und wird erstmals seit dem Relaun

In der Präfektur Yamagata an der Japanischen-Meer-Seite der Region Tohoku im Nordosten Japans ist am 15. Mai 2026 der neue Jahrgang von „Yamagata Sanga“ auf den Markt gekommen. Diesen Junmai-Daiginjo-Sake braut der Sake-Brauerverband der Präfektur jedes Jahr als Aushängeschild für die gesamte Region. Zum ersten Mal seit dem Relaunch 2022 wird er in größerem Umfang nach Taiwan exportiert. Bemerkenswert ist dies als Ansatz im Sake-Export, weil hier ein Getränk ins Ausland geht, das den Namen einer Präfektur statt den einer einzelnen Brauerei trägt.

Ein Sake für die ganze Präfektur

Hergestellt wird Yamagata Sanga vom Sake-Brauerverband Yamagata, in dem sich die Brauereien der Präfektur zusammengeschlossen haben. Vorsitzender ist Ichiro Sato, Präsident von Koigawa Shuzo. Der Verband versteht den Sake als „Flaggschiff“, um den hochwertigen Sake aus Yamagata bekannt zu machen. Üblicherweise tritt jede Brauerei mit ihrer eigenen Marke an, doch Yamagata Sanga ist ein Sake, der die Qualität auf Ebene der Präfektur zeigen soll. Der Gedanke dahinter: In ausländischen Regalen bleibt der Herkunftsname „Yamagata“ leichter im Gedächtnis als der Name einer kleinen, kaum bekannten Brauerei.

Der Sake-Reis Yuki Megami und Yamagatas Stärke bei Ginjo

Für Daiginjo polierte Sake-Reiskörner (Symbolbild)
Für Daiginjo polierte Sake-Reiskörner (Symbolbild) — Foto: Mari M (Pexels)

Verwendet wird Yuki Megami, ein in der Präfektur Yamagata gezüchteter Reis für Daiginjo. Junmai Daiginjo ist die höchste Sake-Klasse: Es wird kein Brauereialkohol zugesetzt, und der Reis wird von außen auf die Hälfte oder weniger abgeschliffen. Die Zahl, die angibt, wie viel vom Reis übrig bleibt, heißt „Seimai Buai“ (Poliergrad); je stärker der Reis poliert ist, desto blumiger das Aroma und desto klarer der Geschmack, heißt es. Yamagata gilt als Präfektur mit hohem Ginjo-Anteil und wird mitunter „Königreich des Ginjo“ genannt. Zudem besitzt die Region die geografische Angabe auf Präfekturebene „GI Yamagata“, und Yuki Megami ist einer der Reise, die das Ginjo-Brauen in Yamagata tragen.

Nach dem Relaunch 2022 nun Taiwan

Yamagata Sanga wurde 2022 komplett überarbeitet. Der Export nach Taiwan ist der erste Fall, in dem der erneuerte Yamagata Sanga in größerem Umfang ins Ausland geht. Taiwan ist ein wichtiger asiatischer Markt mit großer Sake-Beliebtheit und damit ein naheliegender Ort, um zu testen, wie sich das Flaggschiff der Präfektur verkauft. In Europa dürfte man diesen Sake noch selten antreffen, doch bemerkenswert ist neben dem Sake selbst auch das Prinzip einer „Präfekturmarke“. Bei der Auswahl von Sake können das „Yamagata“ auf dem Etikett, die GI-Angabe und der Reisname „Yuki Megami“ Anhaltspunkte sein, mit denen sich Ginjo-Sake derselben Region leichter vergleichen lassen. Junmai Daiginjo trinkt man am besten gekühlt aus einem Weißweinglas, um das Aroma zu prüfen.

Quellen

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