18 Brauereien in Tohoku zeigen Hopfen aus Iwate, auch in Akita beginnt das Brauen
Akita Akura Beer in der Stadt Akita braut mit IBUKI-Hopfen aus Tono in Iwate; 18 Brauereien in Tohoku bringen ihre Biere im November gemeinsam auf den Markt.

Hopfen aus Tono gelangt in einen Sudkessel in Akita
Die Präfektur Akita liegt in der Region Tohoku im Nordosten Japans an der Küste zum Japanischen Meer. Am 25. September begann in der Craft-Bier-Brauerei Akita Akura Beer in Omachi, im Zentrum der Präfekturhauptstadt Akita, das Brauen eines neuen Biers. Verwendet wird IBUKI-Hopfen, der in Tono geerntet wurde, einer Stadt im Landesinneren der Nachbarpräfektur Iwate. Die Lokalzeitung Akita Sakigake Shimpo berichtete, wie Brauereimitarbeiter Sato den Hopfen in den Kessel gibt. Tono gilt als eines der in Japan bekanntesten Hopfenanbaugebiete.
Was ist das Tohoku Toretate Hop Project?

Der Sud ist Teil des Tohoku Toretate Hop Project („Tohoku-Projekt für frisch gepflückten Hopfen“). 18 Brauereien der Region Tohoku brauen jeweils ihr eigenes Bier mit demselben IBUKI-Hopfen und verkaufen es im November gemeinsam. Der Rohstoff ist derselbe, doch über Stil und Rezept entscheidet jede Brauerei selbst. Der Reiz des Projekts liegt wohl darin, dass sich vergleichen lässt, wie sich derselbe Hopfen in den Händen verschiedener Brauer zeigt.
Japanisches Bier beginnt, von seiner Herkunft zu erzählen

Im weltweiten Brauwesen dominiert Hopfen etwa aus der Hallertau in Deutschland, aus Saaz in Tschechien und aus US-Anbaugebieten, und auch japanisches Craft-Bier greift oft auf importierten Hopfen zurück. Vor diesem Hintergrund deutet es darauf hin, dass japanisches Bier Herkunft und Frische seiner Rohstoffe als eigenes Profil zu betonen beginnt, wenn sich mehrere Brauereien um regional angebauten Hopfen zusammenschließen. Das Wort „toretate“ (frisch gepflückt) im Projektnamen lässt erkennen, dass man das Aroma des Hopfens aus der Ernte des jeweiligen Jahres vermitteln will.
Die im November erscheinenden Biere sind im Grunde saisonale Produkte für den japanischen Markt; in Europa dürfte sich kaum die Gelegenheit bieten, alle 18 nebeneinander zu verkosten. Dennoch erweitert das Wissen um diese Entwicklung den Genuss. Achten Sie in Fachgeschäften und Bierbars mit japanischem Craft-Bier darauf, ob auf Etikett oder Beschreibung Hopfensorte und Herkunft angegeben sind. Finden Sie „IBUKI“ oder „Tono“, ist das eine Gelegenheit, den Charakter von Hopfen aus japanischen Feldern kennenzulernen. Man kann ein solches Bier auch neben ein Bier mit frisch geerntetem Hopfen aus der eigenen europäischen Region im Herbst stellen und probieren, wie sich das Aroma je nach Anbauort unterscheidet.
Quellen
Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.
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