The Sake Wire

Tateyama deutet Genever, den Urahn des Gins, neu: Neuheit mit Sandelholz und Sencha

TATEYAMA BREWING aus Tateyama in Chiba hat zum Weltgintag den neuen Gin TATEYAMA GIN Genever Style 01 vorgestellt, inspiriert von der niederländischen Genever-Herstellung.

Getreidebasierte Spirituose mit Botanicals aus japanischen Pflanzen
Getreidebasierte Spirituose mit Botanicals aus japanischen Pflanzen — Foto: Peter Fazekas (Pexels)

Die TATEYAMA BREWING Co., Ltd., die in Tateyama in der Präfektur Chiba an der Südspitze der Halbinsel Boso südöstlich von Tokio den Craft Gin TATEYAMA GIN herstellt, hat am 13. Juni 2026 die Neuheit “TATEYAMA GIN Genever Style 01 — Sandalwood × Sencha” auf den Markt gebracht. Der 13. Juni ist der Weltgintag (World Gin Day). Ausgehend von der Herstellungsweise des Genevers, der als Urform des Gins gilt, hat die japanische Destillerie einen Gin nach eigener Interpretation neu aufgebaut – ein Thema, das Leserinnen und Leser in den Niederlanden und Belgien, die mit Genever vertraut sind, interessieren dürfte.

Die Genever-Methode auf Tateyama-Art gelesen

Kupferne Brennblase in einer Destillerie
Kupferne Brennblase in einer Destillerie — Foto: Tiago Antonio (Pexels)

Charakteristisch für Genever ist, dass eine vergorene Getreidemaische destilliert wird, dann weitere vergorene Maische hinzukommt und erneut destilliert wird – und dieser Vorgang wiederholt wird. So entsteht ein “Malzwein”, der viel vom Getreidearoma bewahrt und am Ende zusammen mit Botanicals (aromatischen Pflanzen) destilliert wird. TATEYAMA BREWING ließ sich von diesem Gedanken inspirieren und entwickelte aus zeitgemäßer Sicht einen eigenen “Genever Style”. Als Basis dient Maisgrieß (grob gemahlener Mais) aus Hokkaido. Unter den Getreidesorten wurde er gewählt, weil er Fülle und Süße gut ausbalanciert und den typischen Genever-Charakter hervorbringen kann.

Ein Duft mit Sandelholz und Sencha in den Hauptrollen

Nahaufnahme von grünen Teeblättern (Sencha)
Nahaufnahme von grünen Teeblättern (Sencha) — Foto: Quang Nguyen Vinh (Pexels)

Die Hauptrollen in der ersten Ausgabe der Serie spielen Sandelholz und Sencha, der in Japan täglich getrunkene grüne Tee. Über die vollmundige Fülle des Maises legen sich der milchige, holzige Duft des Sandelholzes und der grüne Duft junger Sencha-Blätter. Hinzu kommen die Fruchtigkeit von Erdbeere, die Frische von Kuromoji (einem japanischen Duftholz, auch japanischer Gewürzstrauch genannt) und der erfrischende Nachklang von Shiso (einem japanischen Kraut), die dem Aroma Tiefe verleihen. Das Produkt ist eine Spirituose in der 500-ml-Flasche mit 45 % Alkoholgehalt und kostet in Japan 7.700 Yen inklusive Steuer. Es wird im Online-Shop der Destillerie verkauft.

So genießt man ihn in Europa

Glas Gin mit Wacholderbeeren
Glas Gin mit Wacholderbeeren — Foto: Mikhail Nilov (Pexels)

Ein Verkauf in Europa wurde bislang nicht angekündigt; wer eine Flasche haben möchte, muss also weitere Nachrichten abwarten. Auf dem offiziellen Instagram-Account der Destillerie werden Neuheiten und Einblicke in die Herstellung veröffentlicht, sodass es sich lohnt, ihm zu folgen. Sollte sich die Gelegenheit zum Probieren ergeben, lohnt es sich darauf zu achten, wie sich die Düfte von Sandelholz und Sencha überlagern. Im Vergleich mit niederländischen Genevern wie Jonge und Oude zeigt sich vielleicht, welchen Unterschied Mais und japanische Pflanzen bei gleichem Ausgangsgedanken machen. Die “01” im Namen lässt eine Serie vermuten, weshalb auch die künftigen Kombinationen spannend bleiben.

Quellen

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.

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