Katagami in Akita unterstützt Sake-Brauereien mit Subvention wegen hoher Reispreise
Die Stadt Katagami in der Präfektur Akita hat in einem Nachtragshaushalt eine Subvention für Sake-Brauer beschlossen, die unter steigenden Reispreisen leiden – ein Zeichen dafür, dass der Reispreis zu
Vom Stadtrat beschlossene Hilfe für die “Reisrechnung”
Die Präfektur Akita ist ein Reisanbaugebiet an der Küste des Japanischen Meeres im Norden von Honshu, und die Stadt Katagami liegt unmittelbar nördlich der Präfekturhauptstadt Akita. Am 25. Juni 2026 hielt der Stadtrat von Katagami eine Plenarsitzung ab und verabschiedete 12 Vorlagen, darunter den Entwurf des Nachtragshaushalts für den allgemeinen Haushalt 2026. Im Nachtragshaushalt enthalten ist eine “Subvention zur Unterstützung von Sake-Brauern bei Preissteigerungen”. Medienberichten zufolge übernimmt die Stadt den Teil der Einkaufskosten für Braureis, der teurer geworden ist. Gesamtsumme der Subvention, Zahl der förderfähigen Brauereien und Höchstbetrag pro Unternehmen gehen aus den öffentlich zugänglichen Berichten nicht hervor.
Reis bestimmt die Kosten von Sake
Sake wird aus Reis, Wasser, Koji und Hefe hergestellt, wobei Reis der wichtigste Rohstoff ist. Bei den höheren Klassen wie Ginjo und Daiginjo (Tokutei Meisho-shu, “Sake mit besonderer Bezeichnung”) werden die äußeren Schichten des Reiskorns abgeschliffen, und nur der Kern wird verwendet. Der nach dem Polieren verbleibende Anteil heißt “Seimaibuai” (Poliergrad); bei einem Seimaibuai von 50 % wurde die Hälfte des ursprünglichen Korns abgeschliffen. Je stärker poliert wird, desto weniger Nebengeschmäcker entstehen und desto blumiger wird tendenziell das Aroma, doch für die gleiche Menge Sake wird mehr Reis benötigt. Steigt der Reispreis, trifft es daher die aufwendig hergestellten Spitzen-Sakes am stärksten. Die jetzige Subvention ist ein Beispiel dafür, dass eine Kommune eingreift, damit die höheren Kosten nicht allein bei den Brauern bleiben.
Wie das in europäischen Gläsern ankommt
Die höheren Preise für Braureis könnten sich mit zeitlicher Verzögerung auch in den Exportpreisen niederschlagen. Ob man Preiserhöhungen klein hält oder den Poliergrad bzw. den verwendeten Reis überdenkt, dürfte von Brauerei zu Brauerei unterschiedlich entschieden werden.
Wer in Europa Sake auswählt, sollte auf dem Rückenetikett auf den Poliergrad und die Angabe der Reissorte achten. Der Preisunterschied zwischen einem Junmai und einem Daiginjo derselben Brauerei hängt maßgeblich davon ab, wie viel vom Reis abgeschliffen wurde. Zu alltäglichen Mahlzeiten ist ein Junmai mit einem Poliergrad von etwa 60 bis 70 % eine naheliegende Wahl. Wer den Hintergrund des Reispreises kennt, sieht das Preisschild einer Flasche vielleicht mit etwas anderen Augen.
Quellen
Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.
Akita-Sake in der EU probieren – ab €6
180-ml-Probierflaschen und volle Flaschen Sake, Wein, Bier und Gin, Versand aus Amsterdam innerhalb der EU.

