Sake aus Gifu: Geschäftstreffen mit ausländischen Einkäufern in Takayama
In Takayama in der Präfektur Gifu fand ein Geschäftstreffen statt, bei dem Sake aus der Region ausländischen Einkäufern vorgestellt wurde, die japanischen Sake beziehen möchten.
Ein Geschäftstreffen in einem Museum in Hida Takayama
Die Präfektur Gifu liegt im Zentrum Japans nördlich von Nagoya und hat keinen Zugang zum Meer. Die nördliche Region Hida ist von Bergen umgeben und für ihre strengen Winter bekannt. In Takayama, der wichtigsten Stadt der Region, fand im Museum Hida Takayama Machi no Hakubutsukan in der Altstadt ein Geschäftstreffen statt, bei dem Sake aus Gifu ausländischen Einkäufern vorgestellt wurde. Laut der Regionalzeitung Gifu Shimbun waren ausländische Einkäufer eingeladen, die japanischen Sake beziehen möchten, und ließen sich den Sake der Präfektur erläutern. Im frei lesbaren Teil des Artikels steht allerdings nicht, welche Brauereien und Marken teilnahmen, aus welchen Ländern die Einkäufer kamen und welche Ergebnisse die Verhandlungen brachten.
Ein Geschäftstreffen als Einstieg in den Export
Die meisten japanischen Sake-Brauereien sind kleine Familienbetriebe und haben nur selten die Gelegenheit, ausländische Käufer direkt zu treffen. Die Japan External Trade Organization (JETRO) unterhält 76 Standorte im Ausland und 51 in Japan und bietet kostenlos Informationen zu den Vorschriften der einzelnen Länder, Geschäftstreffen mit ausländischen Einkäufern und weitere Unterstützung an. Bei solchen Anlässen kann eine Brauerei ihren Sake erklären und erfahren, wonach der Markt des Käufers sucht.
Dennoch bedeutet ein erfolgreiches Gespräch nicht, dass der Sake sofort in europäischen Geschäften steht. Die meisten kleinen und mittleren Brauereien liefern über Handelshäuser, Agenturen oder lokale Importeure ins Ausland. Der Importeur trägt das Lagerrisiko und übernimmt Einfuhrformalitäten, Lagerung, Preisgestaltung und Vertrieb. Außerdem muss der Sake Vorschriften erfüllen, die von Land zu Land verschieden sind, etwa zur Etikettenangabe, zum Alkoholgehalt und zur Zutatenkennzeichnung. Ein Geschäftstreffen ist nur der erste Schritt auf diesem langen Weg.
Sake aus Gifu in Europa genießen
Wer in Europa nach Sake aus Gifu sucht, findet auf dem Etikett oder in der Produktbeschreibung Anhaltspunkte in den Herkunftsnamen “Gifu” oder “Hida”. In Sake-Fachgeschäften und in den Online-Shops von Importeuren lässt sich oft nach dem Namen der Präfektur suchen. Achten Sie bei der Auswahl auch auf Bezeichnungen wie “Junmai” und “Ginjo”, die die Güteklasse nach Zutaten und Brauverfahren angeben. Der “Seimai Buai” (Reispoliergrad) ist eine Zahl, die angibt, wie viel vom Reis abgeschliffen wurde; je kleiner die Zahl, desto stärker wurde der Reis poliert, und desto blumiger und leichter ist der Sake tendenziell. Wir empfehlen, den Sake zunächst gekühlt im Weinglas zu riechen und ihn dann etwas wärmer werden zu lassen, um zu vergleichen, wie sich der Geschmack verändert. Geschäfte, die aus Treffen wie diesem hervorgehen, könnten mit der Zeit neue Marken aus Gifu in europäische Läden bringen.
Quellen
- Gifu Shimbun, “Gifu no Nihonshu Miryoku Shokai Kaigai Buyer Maneki Shodankai Takayama-shi” https://www.gifu-np.co.jp/articles/-/783581
- SAKE Street, “Seiko no Kagi wa ‘Oishisa’ yori mo ○○? JETRO ni Nihonshu Yushutsu no Gokui o Kiite Mita [Shien Seido List-tsuki]” https://sakestreet.com/ja/media/jetro-sake-export-interview
- SAKE Street, “Nihonshu Yushutsu Seiko no Kagi! Shinrai dekiru Partner o Mitsukeru Hoho” https://sakestreet.com/ja/media/sake-export-partner-guide
Quellen
- 岐阜新聞「岐阜の日本酒 魅力紹介 海外バイヤー招き商談会 高山市」
- SAKE Street「成功のカギは「美味しさ」よりも○○?JETROに日本酒輸出の極意を聞いてみた【支援制度リストつき】」
- SAKE Street「日本酒輸出成功のカギ!信頼できるパートナーを見つける方法」
Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.
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