Sake aus dem Reis von Oberschülern, „Enmusubi“, gewinnt Jurypreis in Wien
„Enmusubi“, ein Sake aus Reis, den Schüler einer Landwirtschaftsschule in Niigata angebaut haben, erhielt beim ersten Sake-Wettbewerb in Wien den Jurypreis von 10 Sommeliers.

In der österreichischen Hauptstadt Wien fand am 11. Oktober 2026 erstmals der Sake-Wettbewerb „VIENNA SAKE AWARD 2026“ statt. Den Jurypreis erhielt „Enmusubi“ (geschrieben 〇結), gebraut von Hasegawa Shuzo in Nagaoka, Präfektur Niigata, aus Reis, den Schüler der Landwirtschaftsschule Nagaoka der Präfektur Niigata angebaut haben. Der Publikumspreis, der durch die Stimmen der Besucher entschieden wird, ging an „Gakki Masamune“ von Okidaikichi Honten (Oki Daikichi Honten) in der Präfektur Fukushima. Beide Auszeichnungen gab Eco Rice Niigata bekannt, eine Organisation aus der Präfektur Niigata.
Eine Flasche von Oberschülern – vom Reisfeld bis zum Etikett

Die Präfektur Niigata an der Küste des Japanischen Meeres gehört zu den wichtigsten Reisanbaugebieten Japans. Für „Enmusubi“ wurde Gohyakumangoku verwendet, der bekannteste Sake-Reis Niigatas. Es ist eine Sorte, die eigens für das Sake-Brauen gezüchtet wurde, getrennt vom Speisereis. Schüler des dritten Jahrgangs der Landwirtschaftsschule Nagaoka bauten diesen Reis auf dem Übungsfeld der Schule an. Nach der Ernte prüften sie den Reis, halfen beim Polieren für das Brauen (dem Abschleifen der äußeren Schicht des Korns) und waren auch am Brauen selbst beteiligt. Außerdem schöpften sie aus dem nach der Ernte übrig gebliebenen Reisstroh von Hand Washi-Papier und fertigten sogar die Etiketten selbst an. Der Sake soll ein Dank an die Lehrkräfte, Familien und Freunde sein, die sie unterstützt haben.
Der erste Wettbewerb und der Publikumspreis für „Gakki Masamune“
Der Wettbewerb hatte vier Kategorien: Junmai / Honjozo, Junmai Ginjo / Ginjo, Junmai Daiginjo / Daiginjo und Special. Diese Einteilung entspricht den Sake-Klassen; im Allgemeinen gilt: Je näher ein Sake an Daiginjo liegt, desto stärker wurde der Reis poliert und desto aromatischer und feiner schmeckt er tendenziell. Der Jurypreis geht unabhängig von den Kategorien an den einen Sake, den die 10 Sommeliers als den köstlichsten bewerteten. „Gakki Masamune“, der Gewinner des Publikumspreises, wird aus Shunyo hergestellt, einem glutelinarmen Reis aus der Präfektur Niigata. Glutelinarmer Reis ist Reis mit wenig Glutelin, einer Art von Protein.
Der Wettbewerb fand im Rahmen der Craft Sake & Food Fair Vienna 2026 statt, einer Messe für Sake und japanisches Essen. Die Messe wurde zum sechsten Mal veranstaltet, und zwar am letzten Tag der Sake Week Vienna, die vom 1. bis 11. Oktober dauerte. Bei der Eröffnungsfeier nahm Botschafter Iwama Kosuke von der Japanischen Botschaft in Österreich am Kagami-biraki teil, dem traditionellen japanischen Fest, bei dem der Deckel eines Sakefasses mit einem Holzhammer aufgeschlagen wird.
Sake in Europa genießen

In Wien finden Sake-Wochen und Messen immer wieder statt, was darauf hindeutet, dass sich Sake in Europa etabliert. Bemerkenswert am diesjährigen Ergebnis ist, dass die Sommeliers und das allgemeine Publikum unterschiedliche Sakes bevorzugten. Es kann reizvoll sein, sie nebeneinander zu verkosten und darüber nachzudenken, worin sich die Vorlieben von Profis und Liebhabern unterscheiden. Wer auf dem Rückenetikett den Namen des verwendeten Reises (Gohyakumangoku, Shunyo usw.) nachschaut, entdeckt die Freude, Sake nach dem Charakter des Reises auszuwählen. Sake aus Gohyakumangoku gilt im Allgemeinen als klar und leicht und passt gut zu alltäglichen europäischen Gerichten wie weißem Fisch und Gemüsegerichten.
参考・出典
Quellen
Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.
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