Sydney Sake Festival: Besucherumfrage zeigt Australiens Sake-Szene
Eine Umfrage unter rund 6.000 Besuchern des Sydney Sake Festival 2026 zeigt, wie Sake in Australien getrunken und gekauft wird.

Die Jams Japan Co., Ltd. aus Hamamatsu in der Präfektur Shizuoka und ihre australische Schwestergesellschaft JAMS.TV veranstalteten vom 11. bis 13. September 2026 das Sydney Sake Festival 2026. Austragungsort war in diesem Jahr der Overseas Passenger Terminal, das Kreuzfahrtterminal am Sydney Harbour, mit Blick auf das Opernhaus und die Harbour Bridge. An mehr als 80 Ständen wurden über 400 Sorten Sake und andere Getränke vorgestellt, rund 6.000 Menschen kamen. Die Veranstalter führten zudem eine Besucherumfrage durch und verglichen die Ergebnisse mit Daten aus Melbourne und Brisbane, um die Trends unter australischen Verbrauchern zusammenzufassen.
Vom Probieren zum Austausch: Zufriedenheit von 8,06 von 10

Etwa 70 % der Befragten waren zwischen 30 und 59 Jahre alt, und 44,8 % hatten ein Jahreseinkommen von 100.000 australischen Dollar oder mehr. 98,1 % gaben an, das Verkosten genossen zu haben, 82,5 % das Einkaufen. Mehr als die Hälfte nannte außerdem den Austausch mit den Leuten aus den Brauereien (58,9 %) und das Lernen über Sake (54,4 %). Die Zufriedenheit lag im Durchschnitt bei 8,06 von 10 Punkten. Insgesamt 96,9 % sagten, sie würden 2027 „auf jeden Fall“ oder „wahrscheinlich“ wiederkommen.
Trinken und Kaufen sind zweierlei

Auf die Frage, wie oft sie in Sydney Sake oder Fruchtwein (Getränke aus Früchten wie Ume) trinken, antworteten die meisten mit „einmal im Monat“ (44,1 %); zusammen mit „einmal pro Woche“ sind es 57,4 %. Gekauft wird dagegen deutlich seltener: Am häufigsten wurde „einmal im halben Jahr“ genannt (35,4 %). Die Veranstalter weisen darauf hin, dass manche vermutlich vor allem in Restaurants und anderen Lokalen trinken. Auch die Trinkanlässe sprechen dafür: „Treffen mit Freunden“ (73,8 %) und „Restaurants und Bars“ (73,4 %) lagen weit vor allen anderen. Die in Sydney gegründete Restaurantgruppe bills machte 2023 den Sake Toyobijin aus der Präfektur Yamaguchi zum Haus-Sake in allen ihren Lokalen. Es scheint, dass sich Sake von der Gastronomie aus verbreitet.
Über 95 % wollen eine Brauerei besuchen

Nur 36,5 % der Befragten hatten schon einmal eine Sake-Brauerei in Japan besucht. Dennoch sagten 95,4 %, sie wollten bei ihrer nächsten Japanreise eine Brauerei besichtigen (in Melbourne 97,0 %). 91,6 % wünschten sich eine „unkomplizierte und unterhaltsame“ Tour, 58,2 % eine Dauer von „einem Tag“. Sake-Fans interessieren sich offenbar auch für die Menschen, die ihn herstellen.
Für europäische Leser lautet die Erkenntnis: In Australien verbreitet sich Sake als Getränk, das man mit Freunden beim Essen genießt. Ein guter Einstieg ist ein Restaurant oder eine Bar mit großer Sake-Auswahl, wo man mehrere Sorten zum Essen vergleichen kann. Bietet eine Verkostung die Gelegenheit, mit den Brauern zu sprechen, kann man beim Probieren hören, wie der Sake gemacht wird, und so auch die Geschichte hinter dem Etikett genießen.
Quellen
- PR TIMES(ジャムズジャパン)「「シドニー酒フェスティバル2026」開催報告 日本酒市場と訪日需要を分析」
- SAKE Street「日本酒と海外レストランの提携は「マリアージュ」 - 「獺祭」「東洋美人」の事例にみる突破力の秘訣」
Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.
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