Sawanotsuru bringt Kimoto-Hiyaoroshi mit GI-Zertifizierung Nadagogo auf den Markt
Sawanotsuru, eine traditionsreiche Brauerei aus Nada in Hyogo, bringt ab dem 1. September in ganz Japan einen limitierten Junmai-Sake auf den Markt, der nach traditioneller Kimoto-Methode den Sommer ü
Sawanotsuru, eine Brauerei in Nadagogo in der Präfektur Hyogo, einer der bedeutendsten Sake-Regionen Japans, hat am 1. September 2026 in ganz Japan den limitierten Herbst-Sake “Sawanotsuru Kimoto-zukuri Hiyaoroshi Junmaishu” auf den Markt gebracht. Das Produkt trägt die Zertifizierung als geografische Angabe (GI) “Nadagogo” und verbindet die altbewährte Herstellung des Hefestarters mit dem Stil eines Saison-Sakes, der in Japan den Herbst ankündigt.
Zwei Gütesiegel: Nadagogo und Kimoto
Nadagogo ist ein altes Sake-Anbaugebiet, das sich entlang der Küste von Kobe bis Nishinomiya erstreckt. Die GI ist ein System, das den Herkunftsbezeichnungen europäischer Weine entspricht: Nur Sake, der die Kriterien für die Führung des Herkunftsnamens erfüllt, darf als “Nadagogo” ausgewiesen werden.
Ein weiteres Merkmal ist “Kimoto”. Beim Sake-Brauen wird zunächst der “Shubo” (Hefestarter) angesetzt, in dem die Hefe herangezogen wird, und erst danach folgt das eigentliche Brauen. Kimoto ist eine traditionelle Methode zur Herstellung des Shubo: Sie nutzt Milchsäurebakterien aus der Luft und der Brauerei, umfasst einen Arbeitsschritt, bei dem der Reis von Hand zerstampft wird, und dauert etwa einen Monat. Sie ist aufwendiger als die heute üblichen, kürzeren Verfahren, soll aber einen Sake mit Fülle und Körper hervorbringen. Dieser Sake ist ein “Junmaishu” (reiner Reis-Sake) ohne Zusatz von Brennalkohol.
Was ist “Hiyaoroshi”?
Um die Qualität stabil zu halten, wird der meiste Sake vor dem Versand zweimal erhitzt (pasteurisiert). Hiyaoroshi ist ein Herbst-Sake: Er wird im Winter bis Frühjahr gepresst, nur einmal pasteurisiert und gelagert, reift über den Sommer und wird dann ohne die zweite Pasteurisierung abgefüllt. Das neue Produkt von Sawanotsuru folgt diesem Prinzip, mit einem im zeitigen Frühjahr gepressten Sake, der den Sommer über ruhte. Durch die Reifung werden die Ecken und Kanten abgerundet, und es entstehen ein Duft und ein Geschmack mit Tiefe, über die sich das für Kimoto typische reiche Umami legt. Es handelt sich um eine limitierte Auflage in begrenzter Menge.
Es mag schwierig sein, genau diese Flasche in Europa zu finden, doch achten Sie im Herbst beim Blick in die Listen von Sake-Fachgeschäften und Importeuren auf die Angaben “Kimoto”, “Hiyaoroshi” und “Nada” auf dem Etikett. Kimoto-Sake soll seinen vollen, runden Geschmack besser entfalten, wenn er nicht zu stark gekühlt, sondern bei Zimmertemperatur oder leicht auf lauwarm erwärmt getrunken wird. In Kombination mit herbstlichen Gerichten wie gebratenen Pilzen, Wild oder reifem Käse lässt sich der Reiz eines Saison-Sakes auch zu Hause genießen.
Quellen
- 日本食糧新聞「沢の鶴、「生酛(きもと)造り ひやおろし 純米酒」発売」
- SAKE Street「「生酛(きもと)」ってどんな日本酒?伝統的な造り方と特徴を詳しく解説」
- SAKE Street「「生酒」「生貯蔵酒」「生詰め酒」って何?ちがいは?」
- SAKE Street「「飲み手」と共に500年。日本酒最古の銘柄「剣菱」の歴史と哲学 - 兵庫県・剣菱酒造(1/3)」
Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.
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