Betreiber der Komoro Distillery baut neue Fabrik – Präfektur Nagano fördert
Nagano hat die geplante Whiskyfabrik in Ueda des Komoro-Distillery-Betreibers Karuizawa Distillery Spirits Manufacturing als förderfähig anerkannt.
Die Präfektur Nagano gab im Mai 2026 bekannt, dass sie die „Sanada-Fabrik“, die der Whiskyhersteller Karuizawa Distillery Spirits Manufacturing Co., Ltd. in Ueda errichtet, als Vorhaben nach der „Verordnung zur Förderung industrieller Investitionen“ der Präfektur anerkannt hat. Mit dieser Regelung unterstützt die Präfektur Investitionen in Anlagen innerhalb von Nagano, etwa den Bau von Fabriken, finanziell. Die Nachricht zeigt anschaulich, wie neue japanische Whiskyhersteller ihre Produktion ausbauen und wie die lokale Verwaltung sie dabei unterstützt.
Rund 1,6 Milliarden Yen Investitionen und Förderung durch die Präfektur

Karuizawa Distillery Spirits Manufacturing hat seinen Hauptsitz im Tokioter Bezirk Minato; Präsident ist Takashi Shimaoka. Die neue Sanada-Fabrik soll in Osa in Sanada-machi, Ueda, entstehen und Whisky herstellen. Laut Plan investiert das Unternehmen rund 1,626 Milliarden Yen in den Erwerb von Produktionsanlagen und rechnet mit acht neuen Vollzeitbeschäftigten. Die Förderung der Präfektur ist auf höchstens 65 Millionen Yen begrenzt. Gemessen an der Gesamtinvestition ist die Förderung nur ein Teil, doch dass die Präfektur das Vorhaben offiziell als regionale Industrie anerkennt und unterstützt, ist nicht unerheblich.
Von Komoro nach Sanada: Ausbau der Produktionsstandorte
Das Unternehmen stellt derzeit in der Komoro Distillery in der Stadt Komoro in der Präfektur Nagano Whisky her. Nagano ist eine gebirgige Präfektur im Zentrum Japans, und sowohl Komoro als auch Ueda liegen in ihrem Osten. Der Plan sieht vor, zusätzlich zur bestehenden Brennerei einen neuen Produktionsstandort in der Nähe einzurichten. In Japan entstehen in den letzten Jahren überall neue Whiskybrennereien. Dass einer dieser Neueinsteiger schon so früh eine umfangreiche Investition in höhere Produktion wagt, könnte darauf hindeuten, dass er im In- und Ausland mit Nachfrage rechnet. Wann die Fabrik fertiggestellt wird und den Betrieb aufnimmt, wurde in der Bekanntgabe nicht mitgeteilt.
Was europäische Leser beachten sollten

Da Whisky Zeit zum Reifen im Fass braucht, vergehen Jahre, bis aus dem in der neuen Fabrik gebrannten Destillat ein fertiges Produkt wird. Nach dem freiwilligen Standard der japanischen Branchenverbände darf ein Whisky unter anderem nur dann als „Japanese Whisky“ bezeichnet werden, wenn er mindestens drei Jahre in Japan im Fass gereift ist. Die Ergebnisse der Sanada-Fabrik werden wir also erst etwas später probieren können. Bis dahin lohnt es sich, zur Flasche zu greifen, wenn Ihnen der Name „Komoro Distillery“ im europäischen Fachhandel oder auf einer Whiskymesse begegnet. Achten Sie bei der Auswahl auf die Angabe „Japanese Whisky“ und das Alter auf dem Etikett; sie geben Hinweise darauf, wie die Flasche hergestellt wurde. Beim Genuss prüfen Sie zuerst den Duft pur und geben dann einige Tropfen Wasser hinzu, um zu vergleichen, wie sich das Aroma öffnet. So lässt sich vielleicht die Eigenart eines neuen Herstellers erkennen.
Quellen
Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.
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