The Sake Wire

Kiyosato auf Hokkaido beginnt mit dem Ansetzen von Shochu aus Konahime-Kartoffeln

In Kiyosato im Osten Hokkaidos hat die diesjährige Herstellung des traditionellen Kartoffel-Shochu aus der lokalen Sorte Konahime begonnen; nach über einem Jahr Reifung kommt er in den Verkauf.

Der Rohstoff: Konahime, eine Kartoffelspezialität aus Hokkaido

Kiyosato (Kiyosato-cho) ist eine Ackerbaustadt im Osten Hokkaidos, der nördlichsten Hauptinsel Japans, nahe dem Ochotskischen Meer. Im September 2026 hat die Kiyosato-Shochu-Brennerei in der Stadt mit dem diesjährigen Ansetzen von Shochu aus Konahime begonnen, der lokalen Kartoffelspezialität. Laut Hokkaido Television (HTB) kommen diesmal rund 17 Tonnen Konahime zum Einsatz. Konahime ist eine Sorte, die hauptsächlich als Rohstoff für Stärke angebaut wird, und landwirtschaftliche Organisationen in Hokkaido setzen sich für eine stabile Produktion ein. Eine Kartoffel, die nicht für den Speisetisch, sondern für die Verarbeitung angebaut wird, wird so auch zum Rohstoff für einen regionalen Brand.

Über ein Jahr Reifung für einen sanft süßen Tropfen

Shochu ist ein traditioneller japanischer Brand, der aus unterschiedlichsten Rohstoffen wie Reis, Gerste oder Süßkartoffeln hergestellt wird. Der Kartoffel-Shochu der Kiyosato-Shochu-Brennerei ist unter dem Namen “Kiyosato” bekannt und wird seit langer Zeit vor Ort hergestellt. Der jetzt angesetzte Shochu soll nach über einem Jahr Reifung ausgeliefert werden. Berichten zufolge erhält er durch die lange Reifezeit einen sanft süßen Geschmack. Vom Ansetzen bis ins Glas durchläuft dieser Brand einen vollen Jahreszeitenkreislauf.

Keine Süßkartoffel: ein “Kartoffel-Shochu” aus dem Norden

Wer in Japan von “Imo-Shochu” spricht, denkt meist an den Süßkartoffel-Shochu aus Kyushu im Süden. Shochu aus gewöhnlichen Kartoffeln ist darunter eine Seltenheit. Eine auf den kalten Feldern Hokkaidos gewachsene Feldfrucht vor Ort zu einem Brand zu verarbeiten: Der Shochu aus Kiyosato ist ein Beispiel dafür, wie eng japanischer Shochu mit den landwirtschaftlichen Erzeugnissen der jeweiligen Region verbunden ist.

Für europäische Leserinnen und Leser sind Kartoffeldestillate vielleicht von Wodka und vom skandinavischen Aquavit vertraut; im Vergleich dazu ist der Kartoffel-Shochu aus Kiyosato interessant. Shochu wird oft pur, auf Eis oder mit Wasser verdünnt als Begleiter zum Essen getrunken; um die milde Süße zu prüfen, kann man eine kleine Menge pur oder auf Eis probieren. Wenn Sie in einem Fachgeschäft für Sake und Shochu eine Flasche mit der Aufschrift “Jagaimo-Shochu” (Kartoffel-Shochu) oder “Kiyosato” entdecken, lohnt es sich, auf diesen typisch hokkaidoischen Rohstoff zu achten.

Quellen

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.

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