The Sake Wire

Kirin senkt Dosenbierpreise nach Steuersenkung auf Bier

Die Alkoholsteuerreform vom Oktober 2026 senkt die Steuer auf Bier und erhöht sie auf Happoshu und Chuhai; Kirin Brewery hat die Preise von rund 180 Artikeln überarbeitet.

Kirin Brewery, eine der großen japanischen Brauereien, hat seine Preise passend zur Alkoholsteuerreform vom Oktober 2026 angepasst. Ab den Lieferungen im Oktober wurden die Abgabepreise für Dosenbier wie das Hauptprodukt Ichiban Shibori gesenkt, während Happoshu (malzarme bierähnliche Getränke) wie Tanrei Green Label und Dosen-Chuhai wie Hyoketsu teurer wurden. Die konkreten neuen Beträge waren zum Zeitpunkt der Bekanntgabe nicht veröffentlicht.

Bier wird billiger, “bierähnliche Getränke” werden teurer

In Japan unterscheiden sich die Steuersätze für “Bier”, “Happoshu” und “Bier der dritten Kategorie” seit Langem nach Malzanteil und Rohstoffen. Happoshu ist ein bierähnliches Getränk mit geringerem Malzanteil, Bier der dritten Kategorie wird unter anderem aus anderen Rohstoffen als Malz hergestellt, um die Steuer noch weiter zu senken. Mit dieser Reform sank die Steuer auf Bier um 9,1 Yen pro 350-ml-Dose. Happoshu und Bier der dritten Kategorie stiegen um 7,26 Yen, Dosen-Chuhai (ein Getränk in der Dose aus Shochu oder anderen Destillaten mit Fruchtsaft und Kohlensäure) um 7 Yen. Kirin überarbeitete die Preise von rund 180 Artikeln und bezog dabei grundsätzlich alle von der Reform betroffenen Marken von Bier und ähnlichen Getränken ein.

Was ändert sich, wenn der Preisabstand schrumpft?

Dosen mit Bier, Happoshu und Chuhai im Regal eines Convenience Stores oder Supermarkts
Dosen mit Bier, Happoshu und Chuhai im Regal eines Convenience Stores oder Supermarkts — Foto: Michael Shu (Unsplash)

In Japan beherrschten lange Zeit günstiges Happoshu und Bier der dritten Kategorie die Regale für Privathaushalte. Verringert sich jedoch der Steuerunterschied, schrumpft auch der Preisunterschied im Laden. In der Branche erwartet man, dass der Bierkonsum steigt, wenn die Lücke zwischen Bier und billigen bierähnlichen Getränken kleiner wird. Entscheidend wird sein, ob Menschen, die bisher aus Preisgründen zu Happoshu griffen, gegen einen kleinen Aufpreis wieder zum Bier zurückkehren. Für die japanische Brauwirtschaft, die ihre Produkte seit jeher an den Steuerkategorien ausgerichtet hat, könnte dies auch ein Anlass sein, die Rangfolge der Verkaufsschlager neu zu mischen.

Genuss in Europa

Die Preisanpassungen in Japan schlagen sich nicht unbedingt sofort in den europäischen Ladenpreisen nieder. Dennoch hilft es, zu wissen, wie Japan “Bier” und “bierähnliche Getränke” trennt, wenn man im Asia-Laden japanische Dosen auswählt. Achten Sie auf die Einstufung auf dem Etikett und probieren Sie ein Bier mit deutlichem Malzaroma neben einem leichteren Happoshu oder Chuhai. Zusammen mit salzigen Gerichten wie Yakitori oder Frittiertem bekommen Sie ein Gefühl dafür, was die Menschen in Japan im Alltag trinken.

Quellen

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.

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