Ichinokura wechselt nach 12 Jahren den Präsidenten: Shuhei Asami wird befördert
Bei der Sake-Brauerei Ichinokura in der Präfektur Miyagi wird Vizepräsident Shuhei Asami zum Präsidenten befördert – der erste Wechsel an der Spitze seit 12 Jahren.
Ichinokura, eine Sake-Brauerei in Osaki in der Präfektur Miyagi, hat eine Neuordnung ihrer Führung beschlossen. Miyagi liegt in der Region Tohoku im Nordosten von Honshu, der Hauptinsel Japans, und Osaki befindet sich im Norden der Präfektur. Laut der Regionalzeitung Kahoku Shimpo beschloss Ichinokura auf der Aktionärsversammlung und der Vorstandssitzung am 30. September, Vizepräsident Shuhei Asami (51) zum Präsidenten zu befördern.
Erster Wechsel an der Spitze seit 12 Jahren
Satoshi Suzuki (57), der bisher Präsident war, wird stellvertretender Vorsitzender mit Vertretungsbefugnis. Die Vertretungsbefugnis ist das Recht, das Unternehmen rechtlich zu vertreten und etwa Verträge abzuschließen. Suzuki bleibt der Unternehmensführung also auch nach der Übergabe des Präsidentenamts erhalten. Es ist der erste Präsidentenwechsel bei Ichinokura seit 2014, also nach 12 Jahren.
Eine Übergabe mit Blick auf Kontinuität

Bei japanischen Sake-Brauereien kann ein Führungswechsel Anlass sein, die Ausrichtung der Produkte und die Vertriebsstrategie zu überprüfen. Berichtet wurden bisher jedoch nur die Eckpunkte der Personalentscheidung; welche Linie die neue Führung einschlagen wird, ist noch nicht bekannt. Dass der bisherige Präsident als stellvertretender Vorsitzender die Vertretungsbefugnis behält und der Vizepräsident aufrückt, lässt sich auch als schrittweise Stabübergabe lesen, die Kontinuität höher gewichtet als einen abrupten Kurswechsel. Man darf gespannt sein, welche Sake und Vorhaben unter dem neuen Präsidenten entstehen.
Was europäische Leserinnen und Leser beachten sollten

Wer in Europa Sake von Ichinokura entdeckt, sollte auf die Aufschrift “Ichinokura” auf dem Etikett achten. Außerdem lohnt sich ein Blick auf die besondere Bezeichnung und den Reispoliergrad. Die besondere Bezeichnung nennt die Klasse des Sake, etwa “Junmai” oder “Ginjo”, die sich nach den Zutaten und dem Grad der Reispolierung richtet. Der Reispoliergrad gibt an, wie viel vom Reis übrig bleibt, nachdem die äußeren Schichten abgeschliffen wurden; je niedriger die Zahl, desto leichter und aromatischer ist der Sake tendenziell. Diese Personalentscheidung schlägt sich nicht sofort im Geschmack nieder, doch ein Generationswechsel in einer Brauerei wird oft erst im Lauf mehrerer Jahre an neuen Produkten und veränderten Etiketten sichtbar. Wer die heutigen Flaschen jetzt probiert, hat später das Vergnügen, sie mit den Sake der neuen Führung zu vergleichen und so das “nächste Kapitel” einer Brauerei zu verfolgen.
Quellen
Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.
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