The Sake Wire

Rui Yoshida und Fukumitsuya: ein mit Geschmackssensor entworfener Junmai-Sake

Mitsubishi Shokuhin ließ den Geschmack, den „Kneipendichter“ Rui Yoshida sich vorstellte, per Geschmackssensor analysieren; Fukumitsuya aus Ishikawa braute ihn. Seit 6. Oktober landesweit in Japan erh

Junmai-shu Kagatobi Kezayaka aus der von Rui Yoshida empfohlenen Reihe lokaler Sake, erschienen am 6. Oktober
Junmai-shu Kagatobi Kezayaka aus der von Rui Yoshida empfohlenen Reihe lokaler Sake, erschienen am 6. Oktober — Bild: PR TIMES(三菱食品) (Pressemitteilung)

Am 6. Oktober 2026 brachte Mitsubishi Shokuhin, ein großer japanischer Lebensmittelgroßhändler, den Junmai-shu Kagatobi Kezayaka (720 ml) auf den Markt, das fünfte Produkt der „Rui Yoshida Recommended Local Sake Series“. Verkauft wird er vor allem in Supermärkten in ganz Japan. Gebraut hat den Sake die Fukumitsuya Co., Ltd., eine Brauerei in der Präfektur Ishikawa in der Region Hokuriku auf der Japanmeer-Seite von Honshu. Die Herstellung ist ungewöhnlich. Der Geschmack, den sich ein aus dem Fernsehen bekannter, für seine Liebe zum Sake geschätzter Kulturschaffender vorstellte, wurde zunächst von einer Maschine in Zahlen übersetzt, und eine traditionsreiche Brauerei braute anschließend anhand dieser Zahlen.

Aus „Diesen Sake möchte ich trinken“ werden Zahlen

Werbebild des Junmai-shu Kagatobi Kezayaka aus der von Rui Yoshida empfohlenen Reihe lokaler Sake
Werbebild des Junmai-shu Kagatobi Kezayaka aus der von Rui Yoshida empfohlenen Reihe lokaler Sake — Bild: PR TIMES(三菱食品) (Pressemitteilung)

Rui Yoshida wurde in der Präfektur Kochi geboren und nennt sich „Kneipendichter“; er ist Illustrator und Autor. Bekannt ist er vor allem durch die Fernsehsendung Rui Yoshida’s Sakaba Horoki (BS-TBS), in der er sich durch einfache Kneipen in ganz Japan trinkt. Für dieses Produkt analysierte Mikaori Senryaku Kenkyujo Co., Ltd., ein auf Geschmacksanalyse spezialisiertes Unternehmen, den Geschmack, den Yoshida sich für Sake-Fans vorstellte, mit einem Geschmackssensor. Auf Grundlage der Ergebnisse wurde Fukumitsuya mit dem Brauen beauftragt. Ziel war ein „Banshaku-shu“, ein Sake, den man zu Hause zum täglichen Abendessen genießt. Er sei so abgestimmt, dass er den Esstisch aufwertet.

„Kagatobi“ und ein Name, der aus einem Haiku stammt

Verwandtes Bild des von Fukumitsuya gebrauten Junmai-shu Kagatobi Kezayaka
Verwandtes Bild des von Fukumitsuya gebrauten Junmai-shu Kagatobi Kezayaka — Bild: PR TIMES(三菱食品) (Pressemitteilung)

Kagatobi ist die Hauptmarke von Fukumitsuya und legt Wert auf elegantes „Iki“ (stilvolle Eleganz) und einen Abgang, der sauber ausklingt. Dieser Sake ist ein Junmai-shu. Junmai-shu ist eine Sake-Kategorie, die nur aus Reis, Reis-Koji und Wasser ohne Zusatz von Brennalkohol hergestellt wird. Laut Mitsubishi Shokuhin verschmelzen ein reiches Aroma und das volle Umami des Reises zu einem klaren Geschmackseindruck. Der Produktname stammt aus einem Haiku, das Yoshida selbst verfasst hat: „Hashigo tate tobi no kezayaka hatsumisora“. „Kezayaka“ ist ein altes Wort für „deutlich hervortretend“ und klingt stärker als das gewöhnliche „azayaka“ (lebhaft). Auch die Schriftzeichen auf dem Etikett schrieb Yoshida selbst.

Eine Reihe im fünften Jahr

Produktbild der von Rui Yoshida empfohlenen Reihe lokaler Sake
Produktbild der von Rui Yoshida empfohlenen Reihe lokaler Sake — Bild: PR TIMES(三菱食品) (Pressemitteilung)

Die Reihe startete im Oktober 2021. Zunächst gab es zwei Flaschen, von Saura, dem Hersteller von Urakasumi in der Präfektur Miyagi, und von Tsukasabotan Shuzo in der Präfektur Kochi; 2022 kamen Dewazakura Shuzo aus der Präfektur Yamagata und Ichinokura aus der Präfektur Miyagi hinzu. Kagatobi ist das fünfte Produkt. Zum Beginn des fünften Jahres erhalten auch die vier bestehenden Produkte nach und nach neue Etiketten. Der empfohlene Verkaufspreis beträgt 1.480 Yen (ohne Steuer), eine Preisklasse, nach der man als Alltagssake leicht greift.

Dieser Kezayaka ist ein Produkt für Supermärkte in Japan, daher dürfte es schwierig sein, dieselbe Flasche in Europa zu finden. Bemerkenswert ist vielmehr, dass Sake mittlerweile mitunter nicht nur nach Gefühl, sondern mit Daten entworfen wird und dass die Standardmarke einer bekannten Brauerei sich im Alltagspreissegment an einem neuen Ausdruck versucht. Wenn Sie im Sake-Fachgeschäft den Junmai-shu Kagatobi von Fukumitsuya sehen, achten Sie einmal auf die Balance aus „Aromafülle“, „Umami des Reises“ und „Klarheit des Abgangs“. Manche meinen auch, das Umami lasse sich besser wahrnehmen, wenn man den Sake nicht zu kalt, sondern bei Zimmertemperatur oder lauwarm trinkt. Als Speisen passen alltägliche Abendgerichte wie gegrillter Fisch oder Geschmortes vermutlich gut dazu.

Quellen

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.

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