Älteste Sake-Brauerei Sagas startet mit neuer 3-Milliarden-Yen-Fabrik neu
Saka Shuzo, die älteste Sake-Brauerei der Präfektur Saga, hat eine neue Fabrik für rund 3 Milliarden Yen fertiggestellt und braut nun unabhängig vom Wetter. Auch eine Expansion ins Ausland ist im Blic

Die Präfektur Saga im Nordwesten Kyushus im Südwesten Japans ist eine Region mit blühendem Reisanbau und langer Sake-Tradition. Saka Shuzo (Stadt Saga), die als älteste Brauerei Sagas gilt, hat sich nun durch eine groß angelegte Investition neu erfunden.
3 Milliarden Yen für eine traditionsreiche Brauerei
Saka Shuzo gehört zur Chiiki Mirai Group mit Hauptsitz in der Stadt Fukuoka. Bis April 2026 schloss das Unternehmen die umfassende Renovierung seines Produktionsstandorts für rund 3 Milliarden Yen ab. Die neue Fabrik steht am Ufer des Kase, der durch die Stadt Saga fließt, und besteht aus fünf Gebäuden auf einem Gelände von etwa 11.200 Quadratmetern. Dazu gehören die Brauhalle, in der der Sake angesetzt wird, ein Abfüllgebäude, ein Kühllager mit präziser Temperatur- und Feuchtigkeitsregelung sowie ein Bürogebäude mit angeschlossener Galerie und Shop. Die Gesamtgeschossfläche beträgt etwa 3.300 Quadratmeter. Die meisten Sake-Brauereien in Japan sind kleine Familienbetriebe, daher fällt eine Investition in Anlagen dieser Größe auf.
Brauen ohne Bindung an die Jahreszeiten

Sake wird traditionell im Winter gebraut, wenn es kalt ist und sich unerwünschte Bakterien kaum vermehren. Da schon kleine Temperaturunterschiede während der Gärung Duft und Geschmack verändern, haben Brauer seit jeher mit dem Wetter gerungen. In der neuen Fabrik von Saka Shuzo soll durch Temperatur- und Feuchtigkeitssteuerung sowie automatisierte Abläufe ein System geschaffen worden sein, das unabhängig von Jahreszeit und Wetter den „anvisierten Geschmack“ erzielt. Die Yomiuri Shimbun berichtet, das Unternehmen strebe auch eine Expansion ins Ausland an. Geringe Qualitätsschwankungen können für Export-Sake, der den Verbraucher erst nach langem Transport und langer Lagerung erreicht, ein Vorteil sein.
Genuss in Europa
Konkrete Exportpläne sind noch nicht bekannt, doch wer in Europa nach Sake aus Saga sucht, sollte in den Listen von Fachgeschäften und Importeuren auf die Herkunftsangabe „Saga“ achten. Bei Sake aus einer Brauerei, die so viel Wert auf Temperaturkontrolle legt, kann man ihn zunächst gekühlt probieren und den Duft in einem Weißweinglas prüfen. Anschließend lässt sich vergleichen, wie sich der Geschmack bei Zimmertemperatur und als Nuru-kan (leicht erwärmter Sake) bei etwa 40 Grad entfaltet; so lässt sich die Absicht des Brauers vielleicht leichter nachvollziehen. Dieser Schritt einer traditionsreichen Brauerei, mit modernster Technik die nächste Generation zu erreichen, könnte ein Anlass sein, zu entdecken, wie Tradition und Technik in einem einzigen Geschmack zusammenfinden.
Quellen
Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.
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