The Sake Wire

Zweiter Blended Malt vereint Whiskys aus Okinawa und Shiga

Die Susaki-Destillerie in Okinawa und die Nagahama-Destillerie in Shiga haben am 7. Oktober die zweite Abfüllung ihres Blended Malts mit sieben Malts vorgestellt.

„Ryuka x Nagahama INAZUMA Blended Malt SECOND BATCH“, eine Kombination aus Whiskys aus Okinawa und Shiga
„Ryuka x Nagahama INAZUMA Blended Malt SECOND BATCH“, eine Kombination aus Whiskys aus Okinawa und Shiga — Bild: PR TIMES(リカーマウンテン) (Pressemitteilung)

In der japanischen Whiskyherstellung nehmen Projekte zu, bei denen verschiedene Destillerien ihre Fässer zusammenbringen. Die Susaki-Destillerie in der Präfektur Okinawa an der Südspitze Japans und die Nagahama-Destillerie in der Präfektur Shiga in der Mitte von Honshu haben am 7. Oktober 2026 „Ryuka x Nagahama INAZUMA Blended Malt Japanese Whisky SECOND BATCH“ auf den Markt gebracht, einen gemeinsam hergestellten Blended Malt. Diese zweite Abfüllung vereint insgesamt sieben Malts, die an zwei Orten mit sehr unterschiedlichem Klima gereift sind. Verkauft wird er von der Spirituosenkette Liquor Mountain, und zwar ausschließlich in der Filiale an der Kokusai-dori in Naha.

Subtropen und Seeufer: zwei Reifeumgebungen

„INAZUMA SECOND BATCH“, der gemeinsam von der Susaki-Destillerie und der Nagahama-Destillerie hergestellte Blended Malt
„INAZUMA SECOND BATCH“, der gemeinsam von der Susaki-Destillerie und der Nagahama-Destillerie hergestellte Blended Malt — Bild: PR TIMES(リカーマウンテン) (Pressemitteilung)

Die Susaki-Destillerie wird von Shinzato Shuzo betrieben, gegründet 1846. Shinzato Shuzo ist die älteste noch bestehende Awamori-Brennerei Okinawas. Awamori ist ein traditionell in Okinawa hergestellter Reisbrand. Das Unternehmen entwickelte eine Hefe, die bei der Gärung weniger schäumt, und steigerte damit die Effizienz der Awamori-Produktion. Sein Awamori-Know-how nutzt es auch für Whisky.

Die Nagahama-Destillerie liegt in Nagahama in der Präfektur Shiga, nahe dem Biwa-See, dem größten See Japans. Sie nahm 2016 in den Räumen einer Craft-Brauerei den Betrieb auf und gehört zu den kleinsten Destillerien des Landes. Mit einer kleinen Pot Still vom Alambic-Typ und einem sehr dünnen Lyne Arm (dem Rohr, das den Dampf vom Kopf der Brennblase zum Kühler leitet) erzeugt sie einen vollmundigen Brand.

Der Geschmack von sieben Fässern

Whisky in tiefem Bernsteinton mit dunklen Kirschen und Rosinen
Whisky in tiefem Bernsteinton mit dunklen Kirschen und Rosinen — Foto: Eva Bronzini (Pexels)

Von der Susaki-Destillerie stammen vier Whiskys, die in Fässern, in denen zuvor Awamori lag, in PX-Sherryfässern (Pedro Ximénez) und weiteren Fässern gereift sind. Von der Nagahama-Destillerie kamen drei hinzu, gereift unter anderem in Rotweinfässern und in kleinen Fässern, in denen zuvor Islay-Whisky lag. Laut den offiziellen Tasting Notes duftet er nach reifen dunklen Kirschen und Rosinen mit dem exotischen Charakter der Awamori-Fässer, darunter steigt sanfter Torfrauch auf. Am Gaumen breiten sich die Süße von braunem Zucker und Schokolade aus den PX- und Oloroso-Sherryfässern sowie die Fruchtigkeit der Rotweinfässer aus, gefolgt von einem langen, würzigen Abgang. Die Flasche fasst 500 ml, hat 50 % Alkoholgehalt und kostet laut unverbindlicher Preisempfehlung 16.500 Yen inklusive Steuer.

Diese Flasche wird nur in einem Geschäft in Naha verkauft, ein Vertrieb in Europa wurde nicht angekündigt. Dennoch verdient der typisch okinawanische Ansatz, Whisky in Fässern reifen zu lassen, in denen Awamori lag, Beachtung als neue Strömung im japanischen Whisky. Wenn Sie in einem europäischen Fachgeschäft „Ryuka“ der Susaki-Destillerie oder Produkte der Nagahama-Destillerie sehen, probieren Sie sie unbedingt. Wegen des hohen Alkoholgehalts empfehlen wir, zuerst pur am Aroma zu riechen und danach einige Tropfen Wasser hinzuzufügen, um zu genießen, wie sich Frucht und Rauch entfalten.

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