The Sake Wire

Kein Gas, kein Zucker zugesetzt: Ein Anstoß-Sake mit 8 % aus Ibaraki

Isokura Shuzo in Kasama, Ibaraki, hat gemeinsam mit örtlichen Köchen und Sake-Händlern einen Junmai Daiginjo mit 8 % Alkohol entwickelt, der allein durch Gärungs-CO2 perlt.

Feine Bläschen steigen im Glas auf, entstanden durch die Gärung
Feine Bläschen steigen im Glas auf, entstanden durch die Gärung — Foto: Chris F (Pexels)

Am 22. August 2026 brachte Isokura Shuzo, eine Sake-Brauerei in Kasama in der Präfektur Ibaraki nordöstlich von Tokio, einen Schaumsake namens “Jun Ibaraki-san Shizen Happo Junmai Daiginjo” auf den Markt. Das Ziel war ein Sake, der zum Kanpai passt, dem Anstoßen zu Beginn einer Mahlzeit. Es wird nachträglich weder Kohlensäure noch Zucker zugesetzt; die Bläschen stammen allein aus dem Gas, das bei der eigenen Gärung des Sake entsteht. Der Alkoholgehalt beträgt 8 %.

Die Bläschen werden von der Koji-Menge aus rückwärts geplant

Ein Glas Schaumsake mit aufsteigenden feinen Bläschen
Ein Glas Schaumsake mit aufsteigenden feinen Bläschen — Foto: Ivan S (Pexels)

Viele schäumende Getränke entstehen durch Zugabe von Gas. Ebenfalls verbreitet ist es, während der Gärung Zucker zuzugeben, damit sich leichter Bläschen bilden. Isokura Shuzo verzichtete auf beides. Der Zucker, den Koji (der Schimmelpilz, der Reisstärke in Zucker umwandelt) erzeugt, wird unmittelbar zur Quelle der Bläschen. Die Brauerei legte daher rückwärts von der gewünschten Perlstärke die Koji-Menge fest und braute dann im gleichen Verfahren wie bei gewöhnlichem Sake, erklärt Präsident Takahiro Iso.

Auch nach der Abfüllung wird der Gasdruck weiter gemessen, und sobald der Zielwert erreicht ist, wird der Sake pasteurisiert, um die Gärung zu stoppen. Der fertige Gasdruck liegt etwas unter dem eines üblichen Champagners. Als Reis dient Hitachi Nishiki, ein Sake-Reis aus Ibaraki, der von Landwirten in Kasama angebaut wird. Die Klasse “Junmai Daiginjo” bezeichnet die höchste Kategorie, hergestellt ohne Zusatz von Braualkohol und mit auf die Hälfte oder weniger polierten Reiskörnern. Gewöhnlicher Sake hat 15–16 % Alkohol, 8 % sind also etwa die Hälfte.

Eine Flasche aus dem Studienkreis von Köchen und Händlern

Frisch frittierte Tempura und ein Glas zum Anstoßen
Frisch frittierte Tempura und ein Glas zum Anstoßen — Foto: Noemí Jiménez (Pexels)

Das Projekt ging aus der 2024 gegründeten “Gesellschaft zur Förderung des besten Ibaraki-Lokalsake” (Saiko no Ibaraki Jizake o Sodateru Kai) hervor. Daran beteiligen sich etwa 30 Personen, darunter Inhaber von Restaurants und Sake-Läden in der Präfektur sowie Sommeliers. Vorsitzender ist Satoru Iijima vom französischen Restaurant Restaurant Iijima in Mito, Präsident Iso fungiert als Sekretär. Als Speisen waren unter anderem Hitachi-Rind, Ibarakis Premium-Rindfleischmarke, Tempura, Aal und französische Küche vorgesehen. Der Geschmack wurde als erstes Getränk vor Gerichten mit Zutaten aus Ibaraki abgestimmt.

Der Preis beträgt 5.500 Yen für 720 ml, in der Holzkiste 6.600 Yen. Die Auslieferung im Jahr 2026 ist auf 600 Flaschen begrenzt und erfolgt ausschließlich über Restaurants und Sake-Läden innerhalb der Präfektur Ibaraki.

So genießt man ihn in Europa

Gut gekühlter Schaumsake wird zum Anstoßen in eine Sektflöte gegossen
Gut gekühlter Schaumsake wird zum Anstoßen in eine Sektflöte gegossen — Foto: Los Muertos Crew (Pexels)

Dass diese Marke nach Europa kommt, ist derzeit nicht absehbar. Dennoch liefert sie einen Hinweis darauf, wie man einen Schaumsake auswählt. Prüfen Sie auf dem Etikett oder in der Beschreibung des Importeurs, ob Gas zugesetzt wurde oder ob die Bläschen durch Gärung in der Flasche entstehen. Ein niedriger Alkoholgehalt ist ebenfalls ein Anhaltspunkt. Gut gekühlt in eine Flöte oder ein Weißweinglas eingeschenkt, eignet er sich anstelle von Sekt als Aperitif. Zu Frittiertem, fettem Fisch und Rindfleisch erfrischen die Bläschen und die sanfte Säure den Gaumen.

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