The Sake Wire

Fünf Sake-Brauerverbände in Ishikawa schließen sich zusammen: neue Struktur zur Unterstützung der Brauereien in Noto

Die fünf Sake-Brauerverbände der Präfektur Ishikawa haben sich zur neuen „Ishikawa Sake Brewers' Association“ zusammengeschlossen, um die Hilfe für die Brauereien in Noto zu beschleunigen.

Sakefässer in einer Brauerei
Sakefässer in einer Brauerei — Foto: Vinicius (Unsplash)

Aus fünf Verbänden wird eine Organisation

Ishikawa ist eine Präfektur in der Mitte der japanischen Hauptinsel Honshu am Japanischen Meer. Sie besteht aus der Region Kaga im Süden und der Halbinsel Noto, die sich lang und schmal in das nördliche Meer erstreckt. Die Brauereien der Präfektur waren bisher nach Regionen auf fünf Sake-Brauerverbände aufgeteilt. Darüber stand ein Dachverband für die gesamte Präfektur, sodass man auf zwei Ebenen arbeitete. Laut der Lokalzeitung Hokkoku Shimbun haben sich diese fünf Verbände nun zur neuen „Ishikawa Sake Brewers’ Association“ zusammengeschlossen. Bei der Gründung erhoben die Beteiligten ihre Becher und feierten den Start der neuen Struktur. Ein Sake-Brauerverband ist ein Branchenverband, in dem Brauereien gemeinsam an besserer Qualität und der Erschließung von Absatzmärkten arbeiten und der auch als Ansprechpartner für die Behörden dient. Mit nur einer Anlaufstelle lässt sich in der ganzen Präfektur leichter gemeinsam handeln.

Zur Unterstützung der Brauereien in Noto

Das wichtigste Ziel des Zusammenschlusses ist es, die Hilfe für die Brauereien in Noto zu beschleunigen. Die Halbinsel Noto wurde im Januar 2024 von einem schweren Erdbeben hart getroffen, und auch die Brauereien erlitten gravierende Schäden an Gebäuden und Anlagen. Noto ist zudem als Heimat der Noto Toji bekannt, einer der bedeutendsten Toji-Gruppen Japans (der Braumeister, die die Sake-Herstellung vor Ort leiten). Ihr Können wurde auch an Brauereien außerhalb der Präfektur weitergegeben. Was die Unterstützung konkret umfasst, ist noch nicht bekannt; weitere Ankündigungen bleiben abzuwarten. Dennoch ist es von großer Bedeutung, dass die Brauereien der Präfektur als eine Organisation ihre Kräfte bündeln.

Den Sake der ganzen Präfektur präsentieren

Ishikawas Brauereien haben auch bisher schon gemeinsame Aktionen als Präfektur durchgeführt. Ein Beispiel ist eine Kampagne, die den nur im Herbst erhältlichen Saisonsake „Hiyaoroshi“ für die ganze Präfektur herausstellt. Hiyaoroshi ist ein Sake, der im Frühjahr einmal pasteurisiert (zur Keimabtötung erhitzt) wird, den Sommer über in der Brauerei reift und im Herbst ohne zweite Pasteurisierung ausgeliefert wird. Seine Stärken sind die durch die Reifung gewonnene Milde und ein ruhiges Umami. Nachdem die Verbände nun eins sind, dürfte sich solche Öffentlichkeitsarbeit auf Präfekturebene noch leichter vorantreiben lassen.

Wer in Europa nach Sake aus Ishikawa sucht, sollte auf Herkunftsnamen wie „Ishikawa“, „Noto“ und „Kaga“ auf dem Etikett oder in der Beschreibung des Importeurs achten. Ein Sake aus einer Brauerei in Noto kann ein kleiner Beitrag zum Wiederaufbau sein. Wenn Sie im Herbst Hiyaoroshi bekommen, probieren Sie ihn bei Zimmertemperatur oder leicht gekühlt zu Pilzgerichten, Brathähnchen oder gereiftem Käse. Die durch die Reifung entstandene Rundheit dürfte gut dazu passen. Spannend bleibt auch, wie der neue Verband künftig Export und Auslandskommunikation angeht.

Quellen

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.

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