The Sake Wire

Shochu-Cocktails auf dem Weg zur Weltbühne: Sieben Finalisten für Japan stehen fest

Die sieben Finalisten des japanischen Shochu-Cocktailwettbewerbs von Sanwa Shurui aus Oita stehen fest; die Besten ziehen ins Weltfinale 2027 ein.

Hauptmotiv des „iichiko Saiten IRODORI Cocktail Competition 2026 – Japan-Finale“
Hauptmotiv des „iichiko Saiten IRODORI Cocktail Competition 2026 – Japan-Finale“ — Bild: PR TIMES(三和酒類) (Pressemitteilung)

Shochu, ein traditioneller japanischer Brand, gehört seit Langem zum festen Repertoire der japanischen Volkskneipen. Jetzt findet er auch in Cocktailbars weltweit neue Anerkennung. Sanwa Shurui, ein Hersteller aus Usa in der Präfektur Oita auf der Insel Kyushu, hat die sieben Finalisten der Japan-Runde seines Cocktailwettbewerbs auf Shochu-Basis, des „iichiko Saiten IRODORI Cocktail Competition 2026“, bekannt gegeben. Das Finale findet am 6. November 2026 statt, und die Bestplatzierten treten beim für 2027 geplanten Global Final an.

„Koji × Kultur“ im Cocktail ausdrücken

Von Sanwa Shurui veröffentlichtes Bild zum „iichiko Saiten Cocktail Competition“
Von Sanwa Shurui veröffentlichtes Bild zum „iichiko Saiten Cocktail Competition“ — Bild: PR TIMES(三和酒類) (Pressemitteilung)

Als Basisspirituose ist im Wettbewerb ausschließlich der Honkaku-Gerstenshochu von Sanwa Shurui zugelassen: iichiko Saiten. Honkaku-Shochu wird hergestellt, indem Getreide und andere Rohstoffe mit Koji verzuckert und vergoren und anschließend einfach in einer Pot Still destilliert werden, sodass der Geschmack der Rohstoffe gut erhalten bleibt. Koji ist ein auf gedämpftem Getreide gezüchteter Schimmelpilz, der auch für Sake, Miso und Sojasauce unverzichtbar ist. Das diesjährige Thema lautet „KOJI×CULTURES“. Ausgehend vom in Japan entstandenen Koji sollen die Teilnehmenden zeigen, wie sie Kulturen aus aller Welt und aus ganz Japan zur Geschichte und zum Geschmack eines einzigen Cocktails verbinden.

Sieben Finalisten aus dem ganzen Land und eine internationale Jury

Ankündigungsmotiv zur Bekanntgabe der sieben Finalisten des Japan-Finales
Ankündigungsmotiv zur Bekanntgabe der sieben Finalisten des Japan-Finales — Bild: PR TIMES(三和酒類) (Pressemitteilung)

Die sieben, die sich in zwei Vorrunden durchgesetzt haben, arbeiten in Bars und Cafés in ganz Japan: in Tokio, Kanagawa, Osaka, Ishikawa, Miyagi und Nagasaki. Viele der Cocktailnamen, etwa „Stay KOJI“, „Umami Synergy“ und „Color of Zipangu“, nehmen erkennbar Bezug auf Koji und Umami. Die Jury besteht aus vier Personen: Hiroyasu Kayama von der Bar BenFiddich in Tokio, Manabu Otake von der Royal Bar im Palace Hotel Tokyo, Shingo Gokan von der SG Group, die auch Lokale in New York und London betreibt, und Shinobu Ishigaki von der BAR Ishi no Hana in Shibuya. Alle sind international tätige Barkeeper.

Vom Kneipengetränk zum „Wa-Spirit“

Ein klarer, gerührter Cocktail wird an der Bar fertiggestellt
Ein klarer, gerührter Cocktail wird an der Bar fertiggestellt — Foto: Airam Dato-on (Pexels)

Laut Sanwa Shurui kam Shochu 2026 erstmals in die Top 10 eines Rankings wichtiger Spirituosen, das auf den weltweit besten Bars basiert. iichiko Saiten wurde gemeinsam mit führenden amerikanischen Barkeepern entwickelt und kam 2019 zuerst in den USA auf den Markt, dem größten Barmarkt der Welt. In Japan ist er seit Juni 2025 erhältlich. Typisch ist das „Zen-Koji-Shikomi“-Verfahren, bei dem die gesamte Gerste zu Koji verarbeitet wird, um das vom Koji stammende Umami herauszuarbeiten.

Auch in Europa taucht Shochu auf Cocktailkarten allmählich häufiger auf. Ein einfacher Drink, bei dem er Gin oder Wodka ersetzt, ist ein guter Einstieg in seinen Geschmack. Gerstenshochu lässt in Mischung mit Soda oder in einem Cocktail mit Zitrusfrüchten sein röstiges Aroma und sein sanftes Umami besonders deutlich hervortreten. Beim Kauf einer Flasche empfiehlt es sich, auf dem Etikett auf die Angabe „Honkaku Shochu“ und auf den Rohstoff (Gerste, Süßkartoffel, Reis usw.) zu achten. Spannend ist auch, welche Drinks beim Global Final 2027 prämiert werden.

Quellen

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.

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