Nagahama Distillery und eine Bar in Shibuya bringen Limited-Malt 'ENRO' heraus
Nagahama Distillery, nach eigenen Angaben die kleinste Japans, brachte am 15. September 'ENRO' heraus, einen limitierten Single Malt mit der Cocktailbar LOST in Shibuya.

Die Nagahama Distillery in Nagahama (Präfektur Shiga) hat gemeinsam mit LOST, einer Cocktailbar in Shibuya in Tokio, einen limitierten japanischen Single-Malt-Whisky namens ‘ENRO’ hergestellt, der am 15. September 2026 auf den Markt kam. Der Name verbindet ‘En’, die Verbindung zwischen Menschen, mit ‘Ro’, dem Weg, der daraus weiterführt. Das Projekt macht die Philosophie der Bar, in der Reisende und Einheimische aller Nationalitäten nebeneinander am selben Tresen sitzen, zu einer einzigen Flasche Whisky.
Eine kleine Destillerie am Biwa-See

Die Nagahama Distillery ist eine Craft-Destillerie, die das Craft-Bier-Unternehmen Nagahama Roman Beer 2016 in den eigenen Anlagen in Betrieb genommen hat; nach Angaben des Unternehmens ist sie die kleinste Japans. Die Präfektur Shiga liegt unmittelbar östlich von Kyoto und umfasst den Biwa-See, den größten See Japans. Die Destillerie nutzt das Klima der Gegend nahe dem See und dem Berg Ibuki und setzt kleine Pot Stills vom Alambic-Typ mit sehr schmalen Lyne Arms (den Rohren, die den Dampf vom oberen Teil der Brennblase zum Kühler leiten) ein, um einen vollmundigen New Make zu erzeugen. Auch in diesem Blend soll sich die Philosophie der Destillerie, ‘ein Sud, ein Fass’, widerspiegeln. Der Kooperationspartner LOST eröffnete im August 2024 und zieht mit seinem internationalen Service Gäste aus dem In- und Ausland an.
Vier Fasstypen auf dem Weg zur ‘Stille’

Das Thema des Blends ist ein Erlebnis, das vom Trubel Shibuyas in den Raum der Bar und dann in eine stille Zeit der Selbstbegegnung führt. Die Basis bildet Destillat aus Bourbonfässern, das weiche, satte Süße und Geschmeidigkeit beisteuert. Darüber liegen Destillate aus Sherry- und Rotweinfässern, die eine lebendige, vielschichtige Note von Rosinen und reifen roten Früchten verleihen. Den Abschluss setzt Mizunara, ein Fass aus Eichenholz, das in Japan heimisch ist. Sein orientalisches Aroma, das an Kyara (die höchste Qualität von Adlerholz) erinnert, verleiht dem Abgang Ruhe. Laut Destillerie ist die Farbe ein glänzendes Bernstein. Die Nase beginnt mit Vanille und Honig, führt über Fruchtnoten zum Duft von Räucherholz. Am Gaumen zeigt sich ein runder Körper mit tiefem Schwerpunkt, im zweiten Teil bleiben Gewürz und eine angenehme Bitterkeit lange erhalten.
So genießt man ihn in Europa

Die limitierte Abfüllung hat 500 ml und 50 % Vol., die unverbindliche Preisempfehlung in Japan beträgt 12.500 Yen (ohne Steuer). Die Pressemitteilung erwähnt keinen Verkauf im Ausland. Wer in Europa sucht, fragt am besten bei Fachhändlern nach, die kleine japanische Destillerien führen, oder bei Whiskybars, die limitierte Abfüllungen importieren. Beim Trinken probiert man ihn zuerst pur und verfolgt den Wandel von der Süße des Bourbonfasses zum Räucherholz des Mizunara. Da die Trinkstärke recht hoch ist, kann ein paar Tropfen Wasser die Fruchtnoten öffnen. Im Vergleich mit einem Scotch oder Irish Whiskey lässt sich der Aromaunterschied, der vom Mizunara-Fass stammt, vielleicht leichter erkennen.
Quellen
Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.
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