The Sake Wire

Machida Shuzo feiert 35 Jahre mit einem Braunzucker-Shochu rund um gelbes Koji-Genshu

Machida Shuzo auf Amami Oshima bringt zum 35-jährigen Bestehen Yurai heraus, einen Braunzucker-Shochu rund um gelbes Koji-Genshu, das seit 1997 lagert, nur auf den Amami-Inseln erhältlich.

Shochu (Symbolbild)
Shochu (Symbolbild) — Foto: cottonbro studio (Pexels)

Machida Shuzo, eine Brennerei auf Amami Oshima in der Präfektur Kagoshima (Marke: Sato no Akebono), hat am 4. September 2026 zum 35-jährigen Bestehen den Braunzucker-Shochu „Yurai Amami Seishika“ auf den Markt gebracht. Braunzucker-Shochu ist ein Destillat aus Kokuto (unraffiniertem braunem Zucker aus Zuckerrohr) und Reis-Koji und gilt als das Getränk der Amami-Inseln schlechthin. Im Mittelpunkt dieser Flasche steht ein lange gelagertes Genshu aus gelbem Koji, was bei Braunzucker-Shochu selten ist und auch herstellungstechnisch bemerkenswert ist.

Zwei Genshu im Verschnitt: gelber und schwarzer Koji

Koji ist ein auf Reis oder anderen Getreiden gezüchteter Schimmelpilz, der die Stärke der Rohstoffe in Zucker umwandelt. Bei Shochu wird häufig schwarzer Koji verwendet, der einen kraftvollen Geschmack erzeugt, während gelber Koji, der bei Sake übliche Typ, in der Minderheit ist. Machida Shuzo hat einem seit 1997 gelagerten Genshu auf Basis von gelbem Koji einen Teil eines unfiltrierten, mit schwarzem Koji angesetzten Genshu beigemischt. Laut der Brennerei sorgt der gelbe Koji für ein prächtiges, spritziges Aroma und der schwarze Koji für kräftigen Umami und Körper; hinzu kommen die Aromen der langen Reifung, sodass ein eleganter Geschmack mit Tiefe entsteht. Der Alkoholgehalt beträgt 34 %, der Inhalt 720 ml.

Name und Etikett voller Liebe zur Insel

Weiße Blumen, die im Wald blühen (Symbolbild)
Weiße Blumen, die im Wald blühen (Symbolbild) — Foto: Cheung Yin (Unsplash)

„Yurai“ bedeutet im Amami-Dialekt „zusammenkommen“. Darin steckt der Wunsch, Natur, Traditionen und Menschen der Insel in einer Flasche zu verbinden und in die Zukunft zu tragen. Auf dem Etikett ist die Amami Seishika abgebildet, eine weiße Blume, die nur auf Amami Oshima wild wächst und auf der Roten Liste des japanischen Umweltministeriums als stark gefährdet (Kategorie IB) geführt wird. Machida Shuzo positioniert dieses Produkt als neue Marke.

So genießt man ihn in Europa

Ein Glas für Destillate, für den Genuss on the rocks oder mit heißem Wasser (Bartresen, Symbolbild)
Ein Glas für Destillate, für den Genuss on the rocks oder mit heißem Wasser (Bartresen, Symbolbild) — Foto: cottonbro studio (Pexels)

Da „Yurai“ nur auf den Amami-Inseln verkauft wird, dürfte es in Europa schwer zu bekommen sein. Das Produkt zeigt jedoch, dass es auch bei Braunzucker-Shochu je nach Koji-Art und Reifung vielfältige Stile gibt. Wer in Europa einen Braunzucker-Shochu entdeckt, sollte auf die Koji-Art auf dem Etikett (schwarz, weiß oder gelb) und die Lagerdauer achten und mehrere Flaschen vergleichen. Die Brennerei empfiehlt ihn mit heißem Wasser, wobei sich der Umami des unfiltrierten Genshu und die Fülle des braunen Zuckers langsam entfalten sollen. Auf Eis dürfte dagegen die ursprüngliche Kraft des Destillats leichter zur Geltung kommen. Auch für Liebhaber von Rum oder Brandy könnte er ein vertrauter Einstieg sein.

Quellen

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.

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