Koshu aus Katsunuma gewinnt erste Trophy bei der IWC 2026
Ein Koshu-Wein der Morita Koshu Winery in der Präfektur Yamanashi erzielte bei der IWC 2026 in London 95 Punkte und gewann die Japanese White Trophy, die höchste Auszeichnung für japanischen Weißwein.

Ein Weißwein aus Koshu, einer in Japan heimischen Rebsorte, hat beim internationalen Weinwettbewerb International Wine Challenge (IWC) 2026 in Großbritannien hohe Anerkennung gefunden. Der in limitierter Menge hergestellte „Chan Mori Kankitsuka Katsunuma Koshu 2025“ der Morita Koshu Winery in Katsunuma, Stadt Koshu in der Präfektur Yamanashi, erzielte 95 Punkte und wurde mit der Japanese White Trophy ausgezeichnet, dem höchsten Preis in der Kategorie japanischer Weißwein. Es ist das erste Mal, dass das Weingut bei der IWC eine Trophy erhält. Nach eigenen Recherchen des Unternehmens ist es erst das zweite Mal, dass ein Koshu-Wein diese Trophy gewinnt, nach dem ersten Mal im Jahr 2025, und das erste Mal für einen Koshu aus Katsunuma.
Eine „Trophy“ über der Goldmedaille

Die IWC gilt als einer der einflussreichsten Weinwettbewerbe der Welt. Ein internationales Juryteam verkostet dort die aus vielen Ländern eingereichten Weine blind. Goldmedaillen gehen an Weine mit 95 Punkten oder mehr, und die Trophys werden nach mehreren erneuten Verkostungen aus diesen Gold-Weinen ausgewählt. Eine Trophy ist also eine Auszeichnung, die nur an eine sehr kleine Zahl von Weinen vergeben wird. Die Jury würdigte den typischen Koshu-Charakter, die kraftvollen Aromen, den lebendigen, an Zitrone erinnernden Geschmack, die würzige Note und den langen Abgang. Das Weingut sagt, die Auszeichnung zeige, dass die Anerkennung für die Winzer in Yamanashi und für japanischen Wein insgesamt, darunter Weine mit der geografischen Angabe „GI Yamanashi“, wächst.
Das leicht verfliegende Zitrusaroma bewahren

Die Präfektur Yamanashi, westlich von Tokio und auf der Nordseite des Fuji gelegen, ist eines der führenden Weinbaugebiete Japans. Koshu, eine Rebsorte mit hellvioletter Schale, wird hier seit sehr langer Zeit angebaut. Für diesen Wein wurde ausschließlich Koshu aus dem Ortsteil Iwasaki in Katsunuma verwendet, und es wurden 8.600 Flaschen hergestellt. Das Zitrusaroma des Koshu ist fein und geht beim Anbau und beim Ausbau leicht verloren. Deshalb bewirtschaftet das Weingut die Weinberge gemeinsam mit seinen Vertragswinzern, wählt den Erntezeitpunkt sehr sorgfältig und hat beim Ausbau immer wieder Wege gefunden, den Wein möglichst wenig mit Sauerstoff in Berührung zu bringen. Das Ergebnis ist ein klarer, trockener Wein mit frischen Aromen von Zitrone und Grapefruit und einer straffen Säure.
So genießt man ihn in Europa

Da dieser Wein auf 8.600 Flaschen limitiert ist, dürfte es in Europa schwierig sein, genau diese Flasche zu finden. Trotzdem lohnt es sich, ihn zu probieren, wenn man in einem Weinhandel oder auf einer Weinkarte die Wörter „Koshu“ oder „Yamanashi“ entdeckt. Man sollte die Flasche nicht zu stark kühlen und den Wein bei einer Temperatur trinken, bei der sich die Aromen gut entfalten. Das Weingut empfiehlt Kombinationen mit Gerichten, die den Geschmack der Zutaten zur Geltung bringen, etwa Carpaccio von weißem Fisch, rohe Austern und in Zitronenbuttersauce gebratener Lachs. Er dürfte auch gut zu Austern aus Zeeland in den Niederlanden und zu weißem Fisch aus der Nordsee passen. Wer leichte Weißweine mit klarer Säure mag, kann ihn neben einem Muscadet oder einem Albariño probieren; dann lässt sich der zurückhaltende, feine Charakter, der den Koshu ausmacht, gut erkennen.
Quellen: PR TIMES (Morita Koshu Winery), „Katsunuma Koshu’s first IWC Trophy“
Quellen
Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.
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