The Sake Wire

Auch sieben Brauereien aus Noto dabei: Herbst-Release des „Ishikawa Hiyaoroshi“

Am 4. September brachten 23 Sake-Brauereien der Präfektur Ishikawa gemeinsam den Herbst-Sake „Ishikawa Hiyaoroshi“ auf den Markt; auch sieben vom Erdbeben betroffene Brauereien in Oku-Noto lieferten w

Sake-Brauerei (Symbolbild)
Sake-Brauerei (Symbolbild) — Foto: Celuici (wikimedia, CC BY-SA)

23 Brauereien bringen gemeinsam ihren Herbst-Sake heraus

Die Präfektur Ishikawa liegt im zentralen Teil von Honshu, der Hauptinsel Japans, am Japanischen Meer und blickt auf eine lange Tradition des Sake-Brauens zurück. Am 4. September brachten 23 Brauereien der Präfektur den nur im Herbst erhältlichen Sake „Ishikawa Hiyaoroshi“ auf den Markt. Mit einem einheitlichen Freigabetermin stand er am selben Tag in Supermärkten und Sake-Fachgeschäften in der ganzen Präfektur in den Regalen. Statt dass jede Brauerei einzeln verkauft, brachte die gesamte Präfektur den Sake zu einem gemeinsamen Termin heraus. So wird ein saisonaler Sake als regionale Marke präsentiert.

Was ist Hiyaoroshi?

Hiyaoroshi ist ein Sake, der im Winter bis Frühjahr gepresst, den Sommer über in der Brauerei gelagert und im Herbst, wenn es kühler wird, ausgeliefert wird. Normaler Sake wird vor der Auslieferung noch einmal erhitzt, um ihn zu pasteurisieren; bei Hiyaoroshi entfällt dieser Schritt. Durch die Reifung über einen Sommer soll sich die Rauheit des neuen Sake legen, das Aroma wird milder und das Mundgefühl runder. Diese Veränderung, auch „Aki-agari“ genannt, ist einer der Gründe, warum er sich gut zu Herbstgerichten kombinieren lässt.

Sieben Brauereien in Oku-Noto zeigen den Weg des Wiederaufbaus

Unter den diesjährigen Teilnehmern sind sieben Brauereien in Oku-Noto, die beim Noto-Halbinsel-Erdbeben 2024 schwer beschädigt wurden. Oku-Noto ist die Spitze der Halbinsel, die im Norden der Präfektur Ishikawa ins Japanische Meer ragt. Diese sieben waren schon im vergangenen Jahr dabei und konnten damit zwei Jahre in Folge einen Herbst-Sake liefern. Es ist anzunehmen, dass bei manchen Brauereien Gebäude und Anlagen beschädigt wurden und der Wiederaufbau noch andauert. Dass sie ihren Sake dennoch zur rechten Jahreszeit ausliefern konnten, ist ein Beleg dafür, dass das Brauen in der Region weitergeht.

Auch in Europa findet man Herbst-Sake bisweilen in japanischen Lebensmittelgeschäften und Sake-Fachhandlungen unter den Namen „Hiyaoroshi“ oder „Aki-agari“. Steht auf dem Etikett oder in der Beschreibung des Geschäfts „Ishikawa“ oder „Noto“, stammt der Sake aus einer Brauerei dieser Region. Als Trinktemperatur gilt leicht gekühlt oder Zimmertemperatur als besser denn stark gekühlt. So tritt die durch die Reifung entstandene Rundheit deutlicher hervor. Man kann ihn auch zu Herbstgerichten wie gebratenen Pilzen, gegrilltem Herbstfisch und gereiftem Hartkäse genießen. Wer einen Sake aus einer Noto-Brauerei wählt, unterstützt zugleich aus der Ferne die Brauer im Katastrophengebiet.

Quellen

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.

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