The Sake Wire

Hachinohe Shuzo, Hersteller von „Mutsu Hassen“, verdoppelt mit neuer Brauerei seine Produktionskapazität

Hachinohe Shuzo in Aomori baut eine neue Brauerei, die die Kapazität verdoppelt – Fertigstellung Ende September 2027, Blick auf Auslandsmärkte.

Eine Sake-Brauerei (Symbolbild)
Eine Sake-Brauerei (Symbolbild) — Foto: Cindy Bissig (Unsplash)

Hachinohe Shuzo, bekannt für die Sake-Marken „Mutsu Hassen“ und „Mutsu Otokoyama“, hat mit dem Bau einer neuen Brauerei begonnen. Die Brauerei befindet sich in Hachinohe, einer Hafenstadt an der Pazifikseite der Präfektur Aomori am nördlichen Ende von Honshu. Anfang August 2026 fand auf dem Baugelände ein Jichinsai, die Grundsteinzeremonie, statt. Ein Jichinsai ist ein traditionelles japanisches Ritual, bei dem vor Baubeginn das Grundstück gereinigt und um Sicherheit gebetet wird. Sobald die neue Brauerei fertiggestellt ist, verdoppelt sich die Sake-Produktionskapazität in etwa, und der Präsident sagt, er wolle die zusätzliche Menge für die Erschließung von Auslandsmärkten einsetzen.

Eine neue Brauerei mit 4.800 Quadratmetern Gesamtfläche

Die neue Brauerei entsteht im „Hachinohe Kita Interchange Gewerbepark Nr. 2“ in Shiriuchi-cho, Hachinohe. Es wird ein zweigeschossiges Stahlgebäude mit einer Gesamtgeschossfläche von rund 4.800 Quadratmetern. An der Zeremonie nahmen etwa 30 Personen teil, darunter Mitarbeitende von Hachinohe Shuzo und am Bau Beteiligte, die für die Sicherheit der Arbeiten beteten. Die Bauarbeiten sollen im Anschluss an die Zeremonie beginnen; Ziel ist die Fertigstellung Ende September 2027. Presseberichten zufolge soll die Anlage „im kommenden Herbst“ in Betrieb gehen, sodass bereits in der Brausaison ab dem Winter 2027 mit der neuen Ausstattung gebraut werden könnte.

„Im Ausland gibt es noch reichlich Entwicklungsspielraum“

Shozaburo Komai, Präsident von Hachinohe Shuzo, sagt, er wolle die neue Brauerei zum Anlass nehmen, die Vertriebswege im Ausland auszubauen. Dem Präsidenten zufolge möchte er Sake selbstverständlich auch in Japan weiter verbreiten, doch die Auslandsmärkte böten noch reichlich Entwicklungsspielraum, und darauf wolle er seine Kraft konzentrieren. Die Investition zur Verdopplung der Kapazität lässt sich daher als Entscheidung lesen, die nicht nur auf der Inlandsnachfrage beruht, sondern einen Ausbau des Exports voraussetzt. Beliebte Marken sind oft nur in begrenzter Menge verfügbar und erreichen das Ausland mitunter nicht in ausreichender Zahl. Mit größerer Produktionskapazität könnte es mehr Spielraum für Mengen geben, die in Auslandsmärkte, auch in Europa, gehen können.

Die Brauerei im Hafenviertel wird zur Besucheranlage

Die jetzige Brauerei liegt im Viertel Minatomachi, nahe dem Hafen von Hachinohe. Nach Fertigstellung der neuen Brauerei verlagert sich das Zentrum der Sake-Herstellung in den Gewerbepark. Die bisherige Brauerei soll vorerst als Einrichtung für Besucher genutzt werden. Das Gebäude, in dem seit langer Zeit Sake gebraut wird, zu erhalten und die Produktion in effiziente neue Anlagen zu verlegen, ist eine Entscheidung, die traditionelles Brauhandwerk und größere Kapazität miteinander vereint.

Für europäische Leserinnen und Leser ist diese Nachricht ein positives Zeichen, dass „Mutsu Hassen“ künftig vielleicht leichter erhältlich wird. Suchen Sie zunächst in den Sortimentslisten von Sake-Fachgeschäften und Importeuren nach den Namen „Mutsu Hassen“ und „Hachinohe Shuzo“. Wenn Sie fündig werden, probieren Sie zwei bis drei verschiedene Typen derselben Brauerei nebeneinander; so lässt sich der Charakter der Brauerei leichter erkennen. Es lohnt sich zu beobachten, wie sich ab 2027, wenn die neue Brauerei richtig in Betrieb ist, das Sortiment und die Mengen verändern, die Europa erreichen.

Quellen

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion von The Sake Wire auf Grundlage der oben genannten öffentlichen Quellen verfasst. Die Bilder stammen von uns.

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